Personeller Wechsel im Projekt „inklusiv VERbunden“ / Förderung geht weiter

Vernetzung ist das Ziel

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Die Steuerungsgruppe (v. l.): Sabine Mandel, Christiane Morré und Margarete Meyer mit Petra Simonowsky.

Verden - Die gute Nachricht kündigte Birgit Wenzel vom Kultusministerium schon vor längerem an: Die Förderung des Projektes „inklusiv VERbunden“ im Rahmen der Richtlinien des Programmes „Inklusion durch Enkulturation“ könnte weiterlaufen. Der Bescheid folgte etwas später und nun ist eine Verlängerung bis August 2015 möglich. Damit steht für die weitere inklusive kommunale Entwicklung ein Betrag von rund 280000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung.

Mit der Verlängerung gibt es auch personelle Veränderungen. Projektkoordinatorin Sabine Herold hat sich verabschiedet. Die Aufgaben teilen sich nun Petra Simonowsky und Margarete Meyer. Während Simonowsky sich schwerpunktmäßig um Finanzielles kümmert und die Pflege von Website und Newsletter übernimmt, stellt Meyer die Projektkoordination vor Ort. Gemeinsam mit Dr. Christiane Morré und Sabine Mandel von der Stadt Verden bilden sie in den kommenden Monaten die Steuerungsgruppe, die sich um die Entwicklung kommunaler inklusiver Prozesse kümmert.

Neben Sabine Herold haben sich nach sechs Jahren Prozessbegleitung auch Gunda Ennen und Mathias Hinderer verabschiedet. Sie bleiben dem Projekt aber freundschaftlich verbunden und werden sicher das ein oder andere Mal Verdener Wege kreuzen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Projektverlängerung soll dazu genutzt werden, die Basis für inklusive Prozesse in möglichst vielen gesellschaftlichen Bereichen weiter zu vergrößern.

So sollen in Wohngebieten verlässliche und nachhaltige Strukturen sowie Angebote geschaffen werden, um so Teilhabe in allen Lebenslagen zu fördern und zu ermöglichen. Die Vernetzung vor Ort stehe dabei im Vordergrund.

Fortbildungen im Schulbereich stünden ebenso im Projektplan, wie die weitere Fortführung und Ausweitung von eingerichteten Arbeitsstrukturen wie das inklusive Rathaus und der inklusive Stammtisch.

Die regionale und überregionale Ausweitung der Vernetzung mit anderen Projekten zu kommunalen Bildungslandschaften schafft neue Aspekte für die eigene inklusive Entwicklung und soll weiter vorangebracht werden. Deswegen waren kürzlich Mitglieder der Steuerungsgruppe bei einer Vernetzungsveranstaltung in Bad Honnef. Dort konnten Kontakte zu anderen Kommunen wie Oldenburg und Lübeck geknüpft werden, die nun intensiviert werden sollen. Deutlich wurde im Austausch auf der Tagung, dass der Verdener Projektverlauf mit den aufeinander folgenden Modulen Fortbildung, Prozessbegleitung, Ausweitung auf kommunale Prozesse ein guter Weg für inklusive Prozesse ist.

Ein Höhepunkt des Projektjahres ist sicher der Besuch der inklusiven Kommune Wiener Neudorf, um sich vor Ort ein Bild davon zu machen, wie Inklusion auf kommunaler Ebene funktionieren kann. Zwei Vertreterinnen des Wiener Neudorfs hielten 2012 im Rathaus einen beeindruckenden Vortrag und sprachen bei dieser Gelegenheit die Einladung zu einem Gegenbesuch aus. Dieser ist nun für das kommende Jahr geplant.

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