Finanzspritze für „KletterLetter“

Der perfekte Deal bei „Die Höhle der Löwen“

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Geschäftspartner: Julia Posniak, Unternehmer Ralf Dümmel und Lutz Spendig (v.l.) mit Mimi und Daria.

Verden - Von Markus Wienken. Das war ganz schön eng: Vier eher zahnlose Löwen brüllten zwar kräftig, doch zupacken mochten sie nicht. Der fünfte zierte sich zunächst leicht, aber dann schnappte er sich den Brocken.

Der Jubel von Lutz Spendig und Julia Posniak kannte keine Grenzen: „Das Projekt KletterLetter kann mit einer kräftigen Finanzspritze rechnen. Einfach nur geil, wir haben alles richtig gemacht“, freute sich der gebürtige Verdener vor laufender Kamera.

Es war ein hartes Stück Arbeit, was Spendig und seine Marketingberaterin in „Die Höhle der Löwen“, der gleichnamigen Sendung bei Vox, abliefern mussten. Davon konnten sich die Zuschauer am späten Dienstagabend vor dem Fernseher überzeugen. 

Spendigs Aufgabe: Er musste die Jury der Marketingexperten mit Carsten Maschmeyer, Georg Kofler, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel von seiner Idee „KletterLetter“ überzeugen. Dahinter stecken allerfeinste Designmöbel, in denen sich Katzen wohlfühlen.

Pure Anspannung in der Sendung

Durfte Spendig vor der Sendung kein Wort über Inhalt und Ausgang verlieren, verriet er am Donnerstag am Telefon, wie es innerlich in ihm aussah. „Wer die Sendung gesehen hat, der konnte schon spüren, wie angespannt ich war.“

Das Duo Posniak/Spendig zeigte sich aber bestens vorbereitet. „Ich hatte extra noch ein paar Kilo abgenommen“, scherzte Spendig im Nachhinein. Als allerdings die Tür zum Studio aufging und er mit seiner Partnerin vor der Jury stand, sei ihm schon das Scherzen vergangen. Aber Posniak und Spendig hatten zwecks Auflockerung des Programms die beiden Stubentiger Mimi und Daria mit ins Studio gebracht. Die Vierbeiner turnten anmutig durch die Möbel, von Lampenfieber keine Spur.

Spendig und Posniak spielten sich derweil wortgewandt die Bälle zu, gingen auf Fragen der Jury ein, die es durchaus in sich hatten. „Ein paarmal musste ich ganz schön schlucken“, gab Spendig zu. So auch, als Medienunternehmer Kofler die ganze Idee als „Hobby“ abtat und sogleich seinen Ausstieg verkündete.

50.000 Euro angeboten

Maschmeyer, Thelen und Wöhrl gaben sich zwar etwas freundlicher, ihr Geld wollten sie für das Projekt allerdings nicht auf den Tisch legen. „Zu teuer, zu wenig ausgereift“, kam es von den Löwen. „Danach habe ich gedacht, das war’s, hier reißt du nichts mehr“, offenbarte sich Spendig.

Doch er hatte nicht mit Ralf Dümmel gerechnet. Der Unternehmer und Kaufmann aus Hamburg machte es zwar spannend, sorgte dann aber für leuchtende Augen bei Spendig und Posniak. „Ich gebe euch die 50 000 Euro, will dafür aber 35 statt der von euch angebotenen 20 Prozent Geschäftsanteile.“ Die Zuschauer vorm Bildschirm waren Zeuge, wie sich die Jung-Unternehmer kurz zur Beratung zurückzogen.

„Ralf ist ein Supertyp, das passt einfach“

Mehr als ein Drittel wollten sie Dümmel nicht überlassen. Darauf ließ sich der Interessent ein und so einigten sich die Beteiligten auf 33,3 Prozent, sodass für Spendig selbst und seine beteiligte Freundin ebenfalls jeweils 33,3 Prozent bleiben. „Der Deal ist perfekt“, jubelte Spendig und lag sich mit Kollegin Posniak in den Armen.

Was sich in der Sendung schon abgezeichnet hatte, „KletterLetter“ und Unternehmer Ralf Dümmel, da stimmt die Chemie. Davon konnten sich auch die Zuschauer überzeugen. Er sei beruflich eher ein Spätstarter gewesen, habe in der Schule häufig draußen gestanden, gestand Spendig den Juroren. Dümmel ganz lässig: „Da hätten wir uns fast getroffen, ich stand immer in der Ecke.“ Spätestens zu dem Zeitpunkt war das Eis gebrochen. „Der Ralf ist ein Supertyp, das passt einfach“, freut sich Designer Spendig.

Ziel: Möbel zu erschwinglichen Preisen

Gemeinsam wollen die beiden neuen Geschäftspartner nun durchstarten. Ein Ziel: Die „KletterLetter“-Möbel sollen zu erschwinglichen Preisen in den Handel kommen. Ein erster Anlauf ist bereits gemacht, Baukastensysteme zu Preisen zwischen 99 und 199 Euro stehen schon in einzelnen Auslagen. 

„Heute fahre ich zudem nach Hamburg, um mit Ralf Dümmel die weitere Strategie abzustecken“, erzählt Spendig. Dass die neue Verbindung funktioniert, belegt ein weiterer Termin: Spendig, bekennender Werder-Fan, wird am Samstag mit Dümmel, bekennender HSV-Fan, gemeinsam das Nordderby in Hamburg besuchen.

Ob die neue Ehe dem standhält? In vier Wochen gibt es eine Fortsetzung bei Vox. Dann soll zu sehen sein, was aus der Geschäftsidee geworden ist.

mw

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