Storchenstation in Verden

Patenstörche entwickeln sich prächtig: „Sie fressen mir die Haare vom Kopf“

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Verden - Pate für einen Storch zu werden, das sei schon etwas Besonderes, waren sich die insgesamt zehn Frauen einig, die gemeinsam die Patenschaft für Addi übernommen haben. Der Jungstorch stammt aus einem Nest bei der Storchenstation und wurde von Wildstorchbetreuer Joachim Winter prophylaktisch entnommen. Addi war das kleinste von vier Jungen. Angesichts der anhaltenden Trockenheit und dem damit einhergehenden Futtermangel für die Wildvögel ist Addi in der Storchenstation nun bestens versorgt. Darüber freuen sich auch die vielen Paten, darunter Julia Knüffel, Cornelia Agic, Mareike Mahnke und Hanna Meyer (v.l.) sowie Ole Knüffel (vorne, Foto links).

„Die Tierpatenschaft zu übernehmen, bedeutet für mich, etwas zu tun für die Natur, auch wenn es scheinbar nur etwas Kleines ist“, sagte Nicole Berkelmann aus Verden. Sie freute sich, dass es mit der symbolischen Storchenpatenschaft, mit der sie schon länger geliebäugelt hat, nun tatsächlich geklappt hat. Als Namen für den Storch, den Joachim Winter einem mit dreifachem Nachwuchs besetzten Nest in Scharnhorst entnahm, hat sie Eddie ausgesucht. „Der Name ist sowohl für ein weibliches als auch für ein männliches Tier geeignet“, sagte sie bei der Übergabe der Patenurkunde durch Silke Brünn vom Förderverein zum Schutze des Weißstorches im Landkreis Verden. Storchenmutter Petra Müller ergänzte, dass sich die komplette Jungstörchenriege sehr gut entwickelt: „Sie fressen mir die Haare vom Kopf. Pro Mahlzeit verputzen alleine meine Kleinen um die 60 Eintagsküken und gefüttert werden sie dreimal am Tag.“ Das Foto in der Mitte zeigt Nicole Berkelmann (r.) mit Silke Brünn, Storchenmutter Petra Müller und deren Enkel Niklas (v.l.).

Lia und Ole Wächter aus Verden, auf dem Foto rechts mit ihrer Patentante Susanne Hübner, übernahmen die Patenschaft für Yuki, den seine Eltern aus dem Horst in Ludwigslust hinauskatapultiert hatten. Der Name kommt aus dem Japanischen und bedeutet Schnee. „Ich hatte schon immer eine besondere Affinität zu Störchen“, erzählt Hübner. Ihre ersten Lebensjahre habe sie in der Große Straße in einem Haus mit einem Storchennest auf dem Dach verbracht. Und ihr Großvater Karl Lingner habe als Holzbildhauer einst das Schild für die niedersächsische Storchenstation angefertigt. nie

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