Schneller Redner und offener Typ

Pastor Holger Hermann in St. Nikolai eingeführt

+
Superitendentin Elke Schölper und Pastor Holger Hermann mit den Kirchenvorstehern von St. Nikolai und St. Johannis.

Verden - Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde Pastor Holger Hermann von Superintendentin Elke Schölper in sein neues Amt als Pastor von St. Nikolai eingeführt.

Es war die letzte Amtshandlung, die Schölper als Superintendentin des Kirchenkreises Verden durchführte. Der von Sandra Bysäth musikalisch begleitete Gottesdienst war sehr gut besucht, neben Gemeindemitgliedern aus St. Nikolai und der pfarramtlich verbundenen Gemeinde St. Johannis, waren auch viele Freunde und Bekannte aus Fallersleben gekommen, wo Hermann zuletzt Pastor war.

Nachdem Superintendentin Schölper Pastor Hermann in sein Amt eingeführt hatte, wandte sie sich an die Gemeinde. Dieser offizielle Beginn der Amtszeit nach gut einem Jahr Vakanz in St. Nikolai sei ein besonderer Tag. Nicht nur St. Nikolai, auch das Team der BBS, wo Hermann mit der zweiten Hälfte seines Dienstauftrags als Berufsschulpastor tätig ist, sei nun wieder komplett. „Die Ausschreibung der Pfarrstelle war ein bisschen wie Parship“, sagte Schölper humorvoll. Bei Pastor Hermann passte der Wechsel nach Verden in die familiäre Planung. Er habe bereits einen bewegten Lebens- und Berufsweg hinter sich und sei kein Anfänger mehr.

Der Pastor, ein Grenzgänger

Der Pastor sei nicht nur in der Schule, sondern auch in der Gemeinde ein „Grenzgänger“, denn das neue Projekt Gemeinwesendiakonie lenke den Blick auf die Lebenswirklichkeit der Menschen. Abschließend charakterisierte Schölper Pastor Hermann als „schnellen Redner, offenen Typen“, aber auch als „nachdenklichen Mann“. Für seine neue Arbeit in Verden wünschte sie ihm Gottes Segen.

Nach dem Gottesdienst gab es viele Grußworte. „Schön, dass Sie nach 13 Jahren zurück in Verden sind. Wir freuen uns, wieder einen Seelsorger in der Gemeinde zu haben“, sagte Jutta Adomeit stellvertretend für den Kirchenvorstand St. Nikolai. Vieles in der Gemeinde erneuere sich gerade, aber die pfarramtlich verbundene Gemeinde St. Johannis, die pulsierende Kita sowie viele engagierte Ehrenamtliche seien feste Pfeiler. „Wir sind gespannt auf Ihr Wirken hier, lassen Sie uns gemeinsam Möglichkeiten entdecken“, wünschte sich Adomeit.

Eine Gemeinde mitten in der Gesellschaft

„Sie waren bei uns eine Institution, haben Jung und Alt begeistert, waren Seelsorger und Freund“, sagte André Schlichting, Kirchenvorsteher aus der St. Michaelisgemeinde Fallersleben. Die Kirchengemeinde lebe heute nicht mehr nur für sich selbst, sondern mitten in der Gesellschaft.

Propst Matthias Ziemens gab der Hoffnung Ausdruck, gemeinsam konfessionelle Grenzen zu überwinden. „Ich freue mich auf die ökumenische Zusammenarbeit.“ Auch Bürgermeister Brockmann wünschte im Namen der Stadt viel Freude und Erfolg.

Pastor Hermann dankte für die vielen guten Wünsche. Neben dem Abschiedsschmerz empfinde er auch Euphorie über den Neuanfang. Er freue sich darauf, den Wandel vom Gemeinde- zum Begegnungszentrum mitzugestalten.

ahk

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Leipzig und Augsburg mit Mühe im Pokal weiter

Leipzig und Augsburg mit Mühe im Pokal weiter

Flutkatastrophe in Indien trifft Hunderttausende

Flutkatastrophe in Indien trifft Hunderttausende

Syker Gourmetfestival

Syker Gourmetfestival

Weyher Ortsschildlauf

Weyher Ortsschildlauf

Meistgelesene Artikel

Neue Kita-Gruppen, neue Räume – und Namensänderung

Neue Kita-Gruppen, neue Räume – und Namensänderung

Geflügelmast und Sauenstall: Neubaupläne kaum umstritten

Geflügelmast und Sauenstall: Neubaupläne kaum umstritten

Streit unter Kollegen eskaliert: Holzpflock und Messer im Einsatz

Streit unter Kollegen eskaliert: Holzpflock und Messer im Einsatz

„Neues Konzept geht auf“

„Neues Konzept geht auf“

Kommentare