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Rocknacht im Verdener Stadion: Party mit und ohne Handycap

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Von: Christel Niemann

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Nachdem der eigentliche Headliner abgesagt hatte, die „Kapelle Petra“, gastierten „Freaks Dynamite“ im Stadion. Das Publikum reagierte begeistert.
Nachdem der eigentliche Headliner abgesagt hatte, die „Kapelle Petra“, gastierten „Freaks Dynamite“ im Stadion. Das Publikum reagierte begeistert. © C. Niemann

Endlich wieder! Live-Musik im Verdener Stadion, 700 Zuschauer, Super-Stimmung.....Spaß pur...

Verden – Das Stadiongelände in Verden hat ja schon einiges erlebt, aber es ist schon eine Weile her, dass ein Spektakel das Areal so erbeben ließ: Geschätzte 700 Besucher – eine deutliche Steigerung gegenüber vorausgegangenen Rocknächten im Verdener JUZ – sorgten bei der 10. Rocknacht der Lebenshilfe im Landkreis Verden für grandiose Stimmung. Das Publikum tanzte, sang und feierte zu den Liedern von insgesamt vier Bands und hatte wahrlich einen großartigen Abend.

Brach das Eis: „Hau drauf“, Hausband der Lebenshilfe.
Brach das Eis: „Hau drauf“, Hausband der Lebenshilfe. © C. Niemann

Die Rolle der Anheizer, die das Publikum erstmals so richtig knackten, blieb zunächst „Hau drauf“, der Hausband der Lebenshilfe, überlassen. Bereits mit dem „Opener“ kam Bewegung ins Publikum, was natürlich auch an den Bandmitgliedern lag, die zum Mitmachen animierten. Schlag auf Schlag folgten Songs aus Rock, Pop und Neue Deutsche Welle, wechselten sich ab mit Songs, die die Band inzwischen auch selbst komponiert und textet. Demnach keine Frage: „Hau drauf“ hat ihre Mission, den Stimmungspegel zu steigern, wieder einmal erfüllt. Weiter ging‘s mit „Iffy Fish“, einem charmanten Franzosen, der Pop, angetrieben von Folk und Musikstilen aus aller Welt, auf die Bühne brachte.

Da die angekündigten Headliner der Rocknacht, die „Kapelle Petra“ wegen Erkrankung abgesagt hatten, verschob sich das Programm. Für die Westfalen traten „Freaks Dynamite“ aus Bremen auf; ein mehr als vollwertiger „Ersatz“, der mit Schlagzeug, Bläsern, Gitarre und Gesängen ein ganz eigenes, extrem tanzbares musikalisches Potpourri „servierte“. Die Bremer hauten dem Publikum vom ersten Lied an ihre Nummern um die Ohren, dass sie mit Saxofon, Schlagzeug, Gitarre und Gesang zum Toben brachten. „Floyd Unlimitid“ beendeten das live gespielte Bühnenprogramm. Die Band, die zu den ganz Großen im weiten Feld der Pink-Floyd-Coverbands zählt, spielte zahlreiche Hits der Band und brachte unter anderen „Run“, „Wish you where here“ oder „Another Brick in the Wall“ zu Gehör – allesamt echte Highlights.

Superstimmung von Anfang an.
Superstimmung von Anfang an. © C. Niemann

Kurzum: Flackernde Scheinwerfer, coole Typen auf der Bühne, die in die Saiten griffen, und unten ein buntes Durcheinander fröhlicher Menschen. Menschen mit und ohne Handicap, Eltern, Geschwister, Kinder, Freunde. Alle feierten mit. Viele tanzten nicht nur nebeneinander, sondern auch miteinander. Manche fassten sich an den Händen und bildeten kleine Kreise. Rollstuhlfahrer und Nicht-Rollstuhlfahrer taten sich zusammen. Einige waren mit vollem Ernst bei der Sache, andere strahlten übers ganze Gesicht. Das war vielleicht das eigentlich Großartige an der Jubiläumsausgabe der Rocknacht der Lebenshilfe.

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