Partnerschaftstreffen mit Preußisch-Eylau in Verden / Empfang im Rathaus

„Jugend ist die Hoffnung“

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Kranzniederlegung am Ehrenmal im Bürgerpark.

Verden - „Unsere Jugend ist die Hoffnung, dass es in Zukunft noch einfacher wird, miteinander zu sprechen und zu kommunizieren“, zog die Vertreterin der Kreisgemeinschaft Preußisch-Eylau, Evelyn von Börries, bei deren Heimattreffen eine sehr positive Bilanz des deutsch-polnisch-russischen Jugendaustausches.

„Vertrauen wir darauf, dass sich diese Bande festigen und helfen hier ein Stück weit mit, diesen Weg zum alleinigen Nutzen der nächsten Generationen weiter zu gehen“, rief sie beim Empfang der Stadt und des Landkreises Verden im Ratssaal den Teilnehmern und Gästen des Heimattreffens zu. Beispielsweise auch in der aktuellen Situation des Zustroms von Flüchtlingen sei es wichtig, die Jugend noch mehr in die Partnerschaft einzubinden.

Die Kreisvertreterin betonte die vertrauensvolle Verbundenheit, die durch jährliche Treffen gestärkt und gefestigt würden, wie das unter Partnern weltweit üblich sei. Es seien hier Freundschaften geschlossen worden, die trotz Sprachschwierigkeiten weit über partnerschaftliche Besuche hinausgingen. Diese enge Verbundenheit wurde auch in den Grußworten der Vertreter der polnischen und russischen Kommunen hervorgehoben, und sie verbanden das mit einem tiefen Dank.

„Viele kleine Menschen können gemeinsam eine bessere Zukunft gestalten und diese Erfahrung und Hoffnung bindet uns alle“, hob Bürgermeister Lutz Brockmann in seiner Begrüßung hervor. Eine ehrliche Völkerverständigung und ein wachsendes Vertrauen seien das notwendige Fundament der Zusammenarbeit. Dieses Netzwerk kommunaler Partnerschaften werde als Beispiel für eine erfolgreiche Versöhnung weit in die Zukunft tragen.

Auch in den Grußworten der Vertreter der Delegationen seitens der polnischen und russischen Kommunalbehörden wurde die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit gewürdigt. Ein zentraler Punkt seien die Jugendfreizeiten, die das wichtigste Fundament für die gesicherte Zukunft der Partnerschaft sowie für Frieden, Freiheit und gegenseitiges Verständnis seien. Der Dank seitens der russischen und polnischen Delegationen wurde durch Präsente dokumentiert.

Preußisch-Eylau-Treffen in Verden

Bei der Feierstunde im „Niedersachsenhof“ mit anschließender Kranzniederlegung am Mahnmal im Bürgerpark hob Landrat Peter Bohlmann hervor, dass Flucht und Vertreibung und eine gefühlte Heimatlosigkeit nicht der Vergangenheit angehörten, sondern wieder oder immer noch hochaktuell seien. So sei die Zahl der Flüchtlinge im Landkreis aktuell auf 1400 angewachsen und steige bis Januar 2016 um weitere 1200 Personen.

Fast die ganze politische und administrative Kraft werde auf diese aktuelle Herausforderung ausgerichtet sein und es würden Lösungen gefunden, so Bohlmann. Bei allen Schwierigkeiten sei allerdings eines klar: Europa werde nicht an der Überschuldung einiger Staaten enden, aber es werde scheitern, wenn es seine humanitäre Orientierung verliere. Aber es beruhige, dass es schon immer Herausforderungen gegeben habe, die gelöst worden und mit Erfahrungen verbunden gewesen seien.

Erinnert wurde bei dem Treffen auch daran, dass vor 60 Jahren der Landkreis die Patenschaft für den ehemaligen Landkreis Preußisch-Eylau übernommen hatte und vor 50 Jahren die Stadt Verden mit der Patenschaft für die Stadt Preußisch Eylau folgte. Auf Grund der veränderten politischen Verhältnisse waren die beiden Patenschaften Anfang der 90er-Jahre in Partnerschaften umgewandelt worden, der nur wenige Jahre später die Gründung von Partnerschaften mit den polnischen und russischen Kommunen im geteilten ehemaligen Heimatkreisgebiet folgten. Besiegelt wurde dieser Beschluss mit dem internationalen Partnerschaftsvertrag zwischen der Kreisgemeinschaft Preußisch-Eylau und den Kommunen auf deutscher, polnischer und russischer Seite.

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