Stadt will neue Automaten aufstellen / 50.000 Euro investieren

Parken in Verden: Ticket per Handy

Parkautomat in Verden
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Mit Bargeld vor der alten Säule: Kommt die neue Technik, geht’s schneller mit dem Handy und sogar einer eigenen App.

Kostenlos Parken in Verden auf allen Flächen ist nicht mehr. Und damit die Stadt reibungslos an ihre Gebühren kommt, wird technisch aufgerüstet. Neue Automaten, bargeldlos und - ganz modern - mit der App auf dem Handy....

Verden – Wer parkt, der muss in Verden wieder zahlen. Allerdings nicht immer: Die Automaten sind in die Jahre gekommen, die Technik hakt, und zwar immer öfter. Damit die Stadt dennoch auf ihre Kosten kommt, steht eine neue, moderne Lösung in Aussicht. Circa 50.000 Euro will die Verwaltung investieren.

Parken in Verdens Innenstadt: Neue Automaten für 50.000 Euro

Zeit ist Geld und daher sollen die neuen Automaten möglichst schnell angeschafft und aufgestellt werden. Beim Kauf will die Stadt auf das bewährte Modell zurückgreifen, allerdings deutlich moderner und flexibler. „Die Technik solarbetrieben, die Abbuchung statt mit Münzen auch bargeldlos und kontaktarm per Kartenlesegerät oder sogar per Handy“, lautet der Vorschlag von Patrick Düsselbach, Fachbereich Sicherheit und Ordnung.

Wer Geld einnehmen will, muss erst in Vorleistung gehen. Circa 5 000 Euro pro Stück kostet der Automat. Hatte die Stadt zunächst überlegt, Schritt für Schritt jährlich nur ein Exemplar aufzubauen, steht nun die komplette Lösung auf dem Einkaufszettel: Zehn Automaten für insgesamt 50 .000 Euro. Weitere regelmäßige Ausgaben kommen auf die Stadt für den Einbau der SIM-Karte zwecks Abwicklung des Zahlungsverkehrs hinzu. Pro Gerät fallen dafür jährlich 357 Euro an.

Parken in Verden: Statt aus dem Automat, „zieht“ der Nutzer den Schein über die App auf sein Mobiltelefon

Noch im Gespräch ist die Verwaltung mit Entwicklern, die eine Zahlung der Parkgebühr per App auf dem Handy anbieten. Statt aus dem Automat, „zieht“ der Nutzer den Schein über die App auf sein Mobiltelefon. Für die Einführung des Handy-Parkens, so heißt es in der Vorlage der Verwaltung, entstehen der Stadt erst Kosten, wenn die App aktiviert wird.

Knapp ein halbes Jahr war’s egal, wer sein Auto in Verden auf gekennzeichneten städtischen Flächen abstellte, brauchte sich keine Gedanken über die Finanzierung des Besuches machen. Parkscheibe genügt, so warb die Stadt in Zeiten von Corona mit kostenlosem Parken um Kundschaft. Nun sind die sorglosen Monate vorüber. 50 Cent pro Doppelstunde, und zwar da, wo die Automaten stehen, müssen Autofahrer berappen. „Das ist vergleichsweise günstig“, so Philipp Rohlfing, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung. Es sei denn, es geht schnell und dauert weniger als 15 Minuten, dann reicht die kostenlose „Brötchentaste“.

Parkschein für 50 Cent die Doppelstunde

Derzeit sind noch insgesamt 13 der grauen Säulen im gesamten Stadtgebiet offiziell im Einsatz. Doch die „Wächter“ werden amtsmüde. „Zwei der Automaten, vor der Commerzbank und am Norderstädtischen Markt, sind irreparabel“, so Düsselbach. Und auch der Rest ist sozusagen auf Abruf. „Weitere Automaten sind derart veraltet, dass sie nach der Reaktivierung kurzfristig sicherlich funktionieren, auf Dauer aber ersetzt werden müssen“, so Kämmerer Andreas Schreiber.

Vor Corona: Stadt Verden nimmt circa 75.000 Euro Gebühren pro Jahr ein

Schon vor Corona und der Abschaltung der Automaten habe die mittlerweile in die Jahre gekommene Technik mehrfach gestreikt. Immer wieder müssten die städtischen Mitarbeiter wöchentlich zeitintensive Reparaturen vornehmen. Manchmal komme die Stadt gar nicht an ihr Geld, weil es Probleme bei der Leerung gibt. „Es klemmt und hakt, sodass nur mit Hilfe der Hersteller der Automat geöffnet werden kann“, so die Erfahrung von Düsselbach. Immer wieder gebe es außerdem Beschwerden von Autofahrern, weil der Automat nicht bedient werden könne. Das sorge für Unzufriedenheit und Unsicherheit bei Besuchern.

Parkautomat in Verden: Immer wieder Beschwerden über defekte Technik

Wenn die Technik funktioniert, sind die Gebühren eine stattliche Einnahmequelle. Rund 75. 000 Euro flossen vor Corona pro Jahr in die Stadtkasse. Damit wären die Anschaffung mehr als refinanziert.

Ob die zehn Säulen kommen, darüber will heute der Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Marktwesen diskutieren. Beginn der Sitzung ist um 16.30 Uhr im Rathaus Verden.

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