Bandenmitglieder wegen Diebstahls angeklagt

Panzerknacker müssen sich vor Gericht verantworten

Verden/Oyten - Im Juni 2016 verkündete die Staatsanwaltschaft Verden die Festnahme von sieben Tatverdächtigen, die der Ermittlungsgruppe „Geldschrank“ ins Netz gegangen waren. Drei dieser mutmaßlichen Panzerknacker aus Bremen müssen sich seit Donnerstag vor dem Landgericht Verden wegen schweren Bandendiebstahls verantworten.

Die erste der sechs angeklagten Taten hat sich im Juli 2015 in Hude ereignet. Bei dem Einbruch in eine Tankstelle sollen Zigaretten und Tabakwaren im Wert von 15.000 Euro erbeutet worden sein. Spätestens bei einem Einbruch in ein Einrichtungshaus in Stuhr/Brinkum am 29. Januar 2016 sollen sich der 34 Jahre alte und die beiden 32 Jahre alten Angeklagten als Bande zusammengeschlossen haben. „Hochpreisige Artikel“, darunter Bettwäsche und Bademäntel, im Wert von rund 5 700 Euro haben sie laut Anklageschrift erbeutet.

Nächste angeklagte Tat war ein Einbruch in ein Autohaus in Lemwerder im Mai 2016, bei dem ein Standtresor mit einer Sackkarre abtransportiert worden sein soll. Inklusive der darin lagernden Fahrzeugschlüssel und einem Fahrzeugbrief. Der Gesamtschaden wird mit knapp 20.000 Euro beziffert. Besonders hart traf es im Mai 2016 die Betreiber eines Tabakwarengeschäfts in einem Einkaufszentrum in Oyten. In den Kiosk war binnen drei Tagen gleich zweimal eingebrochen worden. Dabei sollen erst die Schiebetüren des Einkaufszentrums geöffnet und dann schwarze Farbe auf die Überwachungskameras gesprüht worden sein.

Anklageschrift: 30.000 Euro Schaden

Die Staatsanwaltschaft hatte seinerzeit den Schaden mit mindestens 40.000 Euro beziffert. In der verlesenen Anklageschrift waren es nur knapp 30.000 Euro, aber es wurde auch nur der zweite Einbruch angeklagt. Dies kann unterschiedliche Gründe haben: einen fehlenden Tatnachweis oder eine Verfahrenseinstellung. Die beiden letzten Taten soll das Trio am 5. und 6. Juni 2016 in Bremen begangen haben. Aus einer Gaststätte am Domshof sowie einer Autowaschanlage sollen Tresore mit jeweils mehreren tausend Euro Bargeld entwendet worden sein.

Dazu teilte die Staatsanwaltschaft seinerzeit mit: „Die Ermittler der Ermittlungsgruppe Geldschrank erfuhren, dass diese Tresore am nächsten Tag in einer Bremer Garage gewaltsam geöffnet werden sollten. Während sich die Tatverdächtigen am Montag tatsächlich mit den Tresoren in der Garage befanden, griff das Mobile Einsatzkommando (MEK) Oldenburg zu. Sie nahmen drei Personen fest und stellten zwei Tresore sowie in der Garage ebenfalls zufällig aufgefundene Betäubungsmittel sicher.“ 

wb

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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