Gewerbegebiet an der A27

Panattoni-Park öffnet im März am Finkenberg

Feinschliff an der Karoline-Herschel-Straße: Noch sind die Handwerker im Einsatz.
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Feinschliff an der Karoline-Herschel-Straße: Noch sind die Handwerker im Einsatz.

Der „Panattoni Park Bremen Süd“ im Verdener Gewerbegebiet Finkenberg an der A27 nimmt Gestalt an. Die Hallen auf dem circa zwölf Hektar großen Gelände stehen. Nun geht’s an die Feinarbeiten. Und es gibt, so eine Unternehmenssprecherin, etliche Interessenten, die sich bei dem Logistiker einmieten wollen. Einzug, so der weitere Plan, könnte im März 2021 sein.

Verden – Wer an der Ecke Max-Planck-Straße / Karoline-Herschel-Straße im Verdener Gewerbegebiet am Finkenberg steht, der blickt zunächst auf eine riesige Halle. Logistikfläche so weit das Auge reicht. Das Gebäude steht auf mächtigen Stützpfeilern, die das Dach der riesigen Halle tragen, Grundfläche insgesamt circa 31.000 Quadratmeter. Im März soll das Bauwerk bezugsfertig sein. Und der weltweit aktive Logistiker ist mit Hochdruck dabei, die Flächen mit Leben zu füllen. „Wir stehen mit derzeit bis zu neun Unternehmen in engen Verhandlungen, die sich in dem Zentrum einmieten wollen“, teilt eine Sprecherin des Unternehmens mit.

Über detaillierte Verhandlungen beziehungsweise Abschlüsse konnte sie aktuell noch keine Auskünfte geben. „Die Gespräche laufen noch, da bitte ich um Verständnis“, erklärte die Sprecherin in einem Telefonat. Allerdings signalisierte sie, dass es sich bei den Interessenten um namhafte Branchenführer handele, die Wirtschaftskraft mit nach Verden bringen werden. Ob mit der Ansiedlung der Unternehmen eine spürbare Nachfrage nach Arbeitskräften verbunden sein könnte, ließ die Unternehmenssprecherin sich nicht entlocken. Auch das werde sich erst mit der Unterschrift der Verträge klären, hieß es.

Sieht schon sehr beeindruckend aus: 15 Tore öffnen sich, wenn die größte Halle im Panattoni Logistikzentrum in Verden in Betrieb geht.

Derweil wird auf dem Eckgrundstück fleißig gearbeitet. Zwar wirken die beiden großen Hallen in geschlossener Bauweise komplett fertig, 15 große Tore, aufgereiht wie an einer Perlenschnur, prägen eindrucksvoll die Silhouette zur Max-Planck-Straße und warten nur auf ihren Einsatz. Doch sie müssen sich noch gedulden. „In den Hallen sind die Handwerker derzeit noch mit dem Innenausbau beschäftigt“, heißt es seitens des Unternehmens. Büros, Geschäfts- und Lagerräume müssen mit moderner Elektronik ausgestattet werden. Und auch rund um das Gebäude ist Logistik gefragt. Zufahrten werden asphaltiert, Parkplätze angelegt und die Grünanlagen auf dem zwölf Hektar großen Areal bepflanzt und gestaltet.

Was der Logistikriese Panattoni auf dem Immobilienmarkt anbietet, hat es durchaus in sich: Das Gelände ist circa zwölf Hektar groß. Darauf setzt das Unternehmen insgesamt 66233 Quadratmeter Logistikfläche. 63 Millionen Euro will der Bauherr nach eigenen Angaben in den „Panattoni Park Bremen Süd“ investieren. Die Hallen wurden überwiegend wie ein Puzzle in vorgefertigten Betonteilen zusammengesetzt. Die Teile werden passgenau angeliefert und brauchten vor Ort nur zusammengesetzt werden. Aufwändiger seien die Verkleidungen und der Innenausbau. So gehören zum Bau noch 2650 Quadratmeter Mezzaninfläche, Halbgeschosse als Zwischenebenen sowie 1224 Quadratmeter Bürofläche.

Marktanalyse offenbart: Bedarf ist in Verden da

Der Bedarf ist da, so die Marktanalyse des Branchenriesen, und daher steht neben Halle 1 noch ein weiteres Gebäude, nicht ganz so groß, aber immerhin noch stolze 28 861 Quadratmeter Logistik- und 1 823 Quadratmeter Mezzaninfläche. Weitere 906 Quadratmeter werden als Bürofläche ausgebaut. 168 Stellplätze für Autos und 28 Lkw-Stellplätze zählen ebenfalls zur Infrastruktur.

Das amerikanische Panattoni-Unternehmen bezeichnet sich selbst als „der führende Projektentwickler für Industrie- und Logistikimmobilien in Europa“. Panattoni ist Bauherr und zugleich Vermieter der Immobilien. Es stehen sieben unabhängige Einheiten zur Verfügung, erklärte eine Sprecherin der Firma mit Sitz in Hamburg.

Das Vertrauen der Verantwortlichen in den Standort Verden scheint groß: Gebaut und investiert wurde ohne Vorvermietung. Die Lage direkt an der Auffahrt zur A 27 sowie die schnelle Verbindung nach Bremen stimmen die Verantwortlichen optimistisch, dass die Rechnung aufgeht. Dass diese Projekte unbeeinträchtigt durch die Covid-19-Pandemie umgesetzt werden könnten, zeige, wie flexibel das Unternehmen aufgestellt sei, hatte Fred-Markus Bohne, Managing Partner von Panattoni Europe, unlängst erklärt. Auch neue Arbeitsplätze bringe  das Projekt nach Verden. „Es gibt fortschrittliche Logistikfirmen, die viel mit Robotern arbeiten. Klassische Zentren brauchen aber trotzdem immer Personal“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

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