Start für Umgestaltung verzögert sich

Ostertorstraße Verden: Ausbau erst nach der Domweih

Blick auf den Holzmarkt in Verden. Ein Bus ist auf der Straße unterwegs
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Wird der Knotenpunkt Am Holzmarkt/Ostertorstraße/Zollstraße umgebaut, dann kommt da kein Schulbus mehr durch. Nun gibt’s einen neuen Plan.

Die Ostertorstraße in Verden wird umgebaut. Allerdings erst nach der Domweih, wenn die denn überhaupt stattfindet?! Und wenn die Straße fertig ist, wer darf da überhaupt noch durch...?

Verden – Eine Baustelle, drei Abschnitte, mitten in der Stadt, zeitlich eng getaktet, so sollte der Aus- und Umbau der Ostertorstraße ab Frühjahr über die Bühne gehen. Und wenn die Domweih kommt, dann gibt’s eine Pause. Nun geht’s etwas langsamer. Gebaut wird erst nach der Domweih, weil sonst ein Verkehrsinfarkt droht, schließlich müssen nicht nur Autos, sondern vor allem die Busse da durch.

Was Anfang Mai beginnen sollte, rückt nun um circa sechs Wochen nach hinten. Auch der Ablauf der Bauarbeiten, so der letzte Stand, wurde noch einmal überarbeitet. Sollten die Arbeiten ursprünglich am Holzmarkt/Einmündung Zollstraße beginnen, und die Baumaschinen dann durch die Ostertorstraße bis zum Johanniswall vorrücken, wird das Vorhaben nun umgedreht. Start ist demnach Mitte Juni am Johanniswall. Vor allem auch deshalb, weil die Busse, darunter insbesondere der Schülerverkehr, über den Holzmarkt zum Bahnhof fährt. „Der Umbau im Bereich der Einmündung könnte, so weit möglich, in den Sommerferien stattfinden“, sagt Stephanie Weber vom Fachbereich Straßen und Stadtgrün. Die Ferien beginnen Mitte Juli.

Verdener Ostertorstraße: Umbau am Holzmarkt erst in den Sommerferien

Für die Busbetriebe, vor allem die Verdener Walsroder Eisenbahn (VWE), ist der geänderte Plan alternativlos. „Ist die Kurve am Holzmarkt dicht, geht für die Busse gar nichts mehr“, so Nils Wolter-von Deylen, Fachplaner Kraftverkehr bei AllerBus. Die VWE müsste daher die schweren Fahrzeuge, darunter etliche Gelenkbusse, zum Bahnhof über die Windmühlenstraße oder in umgekehrter Richtung über die Georgstraße fahren lassen. „Haben wir schon gemacht, ist aber über einen längeren Zeitraum nicht zu empfehlen“, so Wolter-von Deylen. „Zu Stoßzeiten fahren vom ZOB nach Schulschluss ab 13.30 Uhr 15 Busse stadtauswärts. Eine Baustelle auf dem Holzmarkt außerhalb der Ferien, da sind Staus vorprogrammiert.“

Baustart für den Umbau der Ostertorstraße ist am Johanniswall.

Verdener Domweih offiziell für 11. bis 16. Juni im Kalender

Und noch einen Grund gibt es, den Termin des Baubeginns nach hinten zur rücken: Derzeit steht der Termin für die Domweih vom 11. bis 16. Juni im Kalender. Ob und wie gefeiert werden darf, darüber ist zwar noch nicht abschließend entschieden. „Es gilt allerdings die Regelung, keine Baustelle während der Zeit in der Stadt“, sagt Stephanie Weber. Also geht die Verwaltung auf Nummer sicher, weil es angesichts des Umfangs der Arbeiten eng werden könnte, den Teilabschnitt nach dem ursprünglichen Plan bis Mitte Juni fertigzustellen.

Ostertortraße: Umbau in drei Abschnitten - und nur noch für Busse?

Fest steht, dass die circa 460 Meter lange Verbindung zwischen Herrlichkeit und Holzmarkt in drei Abschnitten umgebaut wird. „Zeitgleich die gesamte Strecke abzuarbeiten, das würde zu einem Chaos in der Innenstadt führen“, so Stephanie Weber. Ist die Strecke Ostertorstraße von Wall bis Holzmarkt sowie der Kreuzungsbereich an der Zollstraße komplett, rücken die Maschinen über den Wall weiter bis zur Herrlichkeit. Bislang, so die Planungen, soll im September der Verkehr zwischen Innenstadt und Holzmarkt wieder reibungslos laufen. 430  000 Euro wird der Umbau mit neuem Pflaster kosten. Die Stadt rechnet mit 235 000 Euro Fördermitteln. Und wenn alles fertig ist? Noch ungeklärt ist, wer sich nach dem Ausbau durch die Straße zwischen Herrlich- keit und Holzmarkt bewegen darf. Derzeit offiziell noch Fußgängerzone, in der Schrittgeschwindigkeit gilt, soll die Ostertorstraße als Fahrradstraße ausgewiesen werden. Danach hätten Radfahrer Vorrang, dürften in der Tempo-30-Zone auf der Fahrbahn radeln. Busse und Autos müssten sich dahinter einreihen, die Fußgänger auf den Gehwegen laufen. Möglich aber auch, dass die Autos außen vor bleiben, nur noch die Busse dort fahren. „Für uns wäre das kein Problem. Mit Pollern, die per Knopfdruck hoch- und runterfahren, lässt sich das leicht regeln“, so VWE-Sprecher Wolter-von Deylen.

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