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Omikron-Varianten tauchen im Kreis Verden auf: Bisher aber nur leichtere Verläufe

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Von: Heinrich Laue

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Ein junger Mann wird geimpft, er ist nur von hinten zu sehen.
Die ersten Novavax-Impfungen sind am Sonntag in Verden gestartet. Dieser 18-Jährige hätte sich, wie er erzählte, am Liebsten gar nicht impfen lassen. Er musste aber, weil sein Arbeitgeber dies von ihm verlangt. Er sei froh, mit Novavax wenigstens eine Alternative zu den MRNA-Impfstoffen zu haben, denen er skeptisch gegenüber stehe. © Raczkowski

Erst Ende Dezember mit dem Coronavirus infiziert und jetzt schon wieder: Aktuell fünf solcher Fälle kennt Jutta Dreyer, Leiterin des Fachdienstes Gesundheit in der Kreisverwaltung. Ausnahmslos gab es bei den doppelt Infizierten nur leichte Verläufe mit grippeähnlichen Symptomen, erläuterte sie weiter auf Nachfrage. Jedoch deuteten die Neuerkrankungen innerhalb weniger Monate darauf hin, dass sich auch im hiesigen Landkreis die neuen Omikron-Varianten ausbreiten.

In anderen Ländern seien solche „Sublinien“ wie ba.1 oder ba.2 schon die vorherrschenden Abarten. Bundesweit liege ihr Anteil derzeit bei etwa 15 Prozent, so Jutta Dreyer.

Genaue Zahlenangaben für den Landkreis Verden gebe es über die neuen Varianten nicht. Ihr Anteil werde jeweils in großen Referenzlaboren ermittelt und dann hochgerechnet aufs ganze Land.

162 Interessierte auf der Landkreis-Novovax-Liste

Insgesamt steigen die Inzidenzahlen bundesweit leicht. Das Gleiche gilt allerdings nicht für die Impfbereitschaft. Hoffnungen gab es, dass der neue Impfstoff Novavax viele, die die Immunisierung durch Biontech oder Moderna ablehnen, dazu bringen werde, sich den Piks doch noch geben zu lassen. Das hat sich offenbar nicht erfüllt, und in etlichen Medien ist schon von „Flaute bei Novavax“ die Rede.

Immerhin 162 Interessierte von 18 Jahren an aufwärts haben im Landkreis Verden Termine auf der „Novavax“-Warteliste des Landes gebucht, erläutert auf Nachfrage Andrea Schröder, Organisationsleiterin der mobilen Impfteams des Kreises. Seit Sonntag sind die Teams im Novavax-Impfeinsatz. Ob sie mit dem bisherigen Interesse an dem neuen Angebot zufrieden sei, könne die Organisationsleiterin zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewerten.

Erfreut äußerte sich Dreyer über die Kinderimpfungen der Mädchen und Jungen von fünf bis zwölf Jahren. „Wir sind gut gestartet und jetzt schon in der Phase der Zweitimpfungen“. Die Zahl der Erstimpfungen gehe mittlerweile allerdings zurück. Auch in Schulen waren die Impfteams aktiv gewesen.

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