Uli Schmitz entwickelt Lösung / Klammern werden kostenlos verteilt

Ohrenretter: Hörgerät bleibt, wo es hingehört

Einfach und patent: Nach dem Einhaken der Gummibänder bleiben die Ohren frei für Hörgerät oder Brille.
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Einfach und patent: Nach dem Einhaken der Gummibänder bleiben die Ohren frei für Hörgerät oder Brille.

Verden – Maske auf ist derzeit fast überall Pflicht. Für die Träger von Hörgeräten vielfach ein Problem, weil sich Hörtechnik und Gummizug in die Quere kommen, und schon ist das Hörgerät futsch. „Muss nicht sein“, sagt Hörakustiker Uli Schmitz. Er verschenkt Ohrenretter, wie er seine jüngste Erfindung nennt.

Immer wieder hörte der Unternehmer und Produkttüftler von den Problemen mit den Masken und so war sein kreatives Interesse sofort geweckt. „Ich habe sicher schon vom Verlust von annähernd 100 Geräten gehört“, so Schmitz. „Die Betroffenen merken den Verlust in der Regel zunächst nicht. Das Gerät fällt meistens beim Abnehmen der Maske herunter und das bekommen schwerhörige Menschen nun einmal nicht mit.“ Dass sich die Schläuche eines Hörgerätes mit den hinter den Ohren verlaufenden Gummibändern der Masken verhedderten, sei ein weiteres Problem.

Die Lösung: die aus biologisch abbaubarem Kunststoff gefertigten Ohrenretter, die Schmitz entwickelt und mithilfe der technisch- digitalen Kompetenz seines Mitarbeiters Lukas Kohl im eigenen 3D-Labor fertigt. „Das Teil ist im Grunde genommen ganz simpel“, sagt Schmitz. Er zeigt auf eine Plastikklammer, in die die Gummibänder eingehängt werden und dann so am Hinterkopf anliegen, dass die Ohren frei bleibt.

Nach Auffassung von Schmitz sind die Ohrenretter auch für Brillenträger eine gute Option. Sie hätten beim Maskentragen schließlich ähnliche Probleme. Für die Fertigung von Ohrenrettern sind im hauseigenen 3D-Labor zurzeit drei Geräte im Einsatz, darunter ein spezieller Filament-Drucker für den professionellen Gebrauch. Rund 10 000 Stück haben die Drucker bislang ausgespuckt. Schmitz und Kohl tüfteln immer wieder an Verbesserungen des Retters, der aktuell in zwei Größen und in den Farben grau und weiß erhältlich ist. „Ich habe auch buntes Material bestellt. Das wird Kindern und Jugendlichen gefallen“, meint Schmitz.

An die Zielgruppen werden die Ohrenretter kostenlos verteilt. Sie sind bei HNO-Ärzten im Umkreis, in allen Filialen und im Internetshop des Unternehmens unter www.hoerakustik-schmitz.de erhältlich. Online ist bei der Bestellung der Code „Ohrenretter“ einzugeben, damit nur die Versandkosten zu zahlen sind. Sollten Kunden den normalen Preis für einen Ohrenretter zahlen, wird diese Summe an das gemeinnützige Kinderhörzentrum von Schmitz gespendet.  nie

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