Ein offenes Ohr

Corona-Krise: Heilpraktikerin Peggy Kropp bietet kostenloses Sorgentelefon an

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie bekommt Peggy Kropp zurzeit sehr genau mit, wie belastend die Corona-Krise für die Menschen ist. Foto: Privat
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Als Heilpraktikerin für Psychotherapie bekommt Peggy Kropp zurzeit sehr genau mit, wie belastend die Corona-Krise für die Menschen ist. 

Verden – „Weil mir das total wichtig ist, dass wir jetzt alle zusammenhalten“, antwortet Peggy Kropp auf die Frage, weshalb sie ab sofort ein kostenloses Sorgentelefon anbietet. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie bekommt die Verdenerin zurzeit sehr genau mit, was die Menschen in der Corona-Krise umtreibt. „Es ist eine besondere Herausforderung und Belastung.“ Nun möchte sie helfen.

Die momentanen Beschränkungen bedeuteten den Verlust der menschlichen Grundbedürfnisse, sagt die 50-Jährige. Die freie Selbstbestimmung? Weg. Soziale Kontakte für den emotionalen Ausgleich? Auf ein Minimum reduziert. Stimulationen und neue Impulse durch Freizeitaktivitäten? Außer beim Sport kaum möglich.

„Wir sind total eingeschränkt und setzen uns körperlichem Stress aus“, fasst Peggy Kropp zusammen, was gerade bei vielen passiere. Und die Psyche reagiere darauf. Depressive Empfindungen, nicht enden wollende Grübeleien und die Verstärkung bereits vorhandener Probleme können die Folge sein.

Die möchte die Heilpraktikerin mit ihrem unentgeltlichen Angebot abmildern. „Ich möchte den Menschen die Möglichkeit bieten, sich selbst zu regulieren“, sagt sie. „Oft hilft ja auch eine andere Perspektive und manchmal ganz einfach ein offenes Ohr.“

Sie selber schöpfe Kraft aus einer ganz klaren integralen, einer ganzheitlichen Lebenspraxis. Ihr Tag beginne mit Meditation. Auch Yoga gehört dazu. Und Bewegung an der frischen Luft.

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Auf den Austausch mit den Kollegen kann und will Peggy Kropp auch in dieser Zeit nicht verzichten. Hier helfen die modernen Formen der Kommunikation, den Kontakt aufrecht zu halten. Gespräche über Skype und Zoom bietet die Heilpraktikerin für Psychotherapie auch ihren Patienten.

Montags bis freitags aber, immer für eine Stunde, sitzt Peggy Kropp ab sofort am Sorgentelefon. Wer das Angebot nutzen möchte, sollte ihr vorab eine E-Mail schicken. „Ich rufe dann zurück. So kann ich dann hoffentlich alles in Ruhe abarbeiten.“

Ob 60 Minuten dafür ausreichen werden? Peggy Kropp ist zuversichtlich. Zumal sie hofft, dass auch ihre Kollegen „auf diesen Zug aufspringen werden“, wie sie es formuliert. „Darüber würde ich mich sehr freuen.“ 

Das Telefon

ist montags bis freitags, 9 bis 10 Uhr, besetzt. Alle Gespräche werden natürlich vertraulich behandelt. Wer über seine Sorgen in der Corona-Krise sprechen möchte, kann, unter Angabe seiner Telefonnummer, eine E-Mail an peggy.kropp@gluexlich.de schicken. Es erfolgt dann ein Rückruf.

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