Am Tag der offenen Tür zeigt sich die Realschule von ihrer besten Seite

Am Ende doch noch Abitur?

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Biologie zum Anfassen. Jan-Peter Brunkert nimmt beim Besuch in der Realschule schon mal einen Menschen auseinander.

Verden - Die Chemie scheint zu stimmen. Max von Weyhe, Ferdinand Schwittek und Jan-Peter Brunkert, alle zehn Jahre alt, werden sicher nicht die einzigen gewesen sein, die am Tag der offenen Tür mit Begeisterung, Flure, Treppen und Räume der Realschule Verden eroberten. Alle waren aus dem gleichen Grund hier: den bevorstehenden Abschied von der Grundschule und die Entscheidung für eine der fortführenden Schulen.

Nach den Sommerferien steht den heutigen Viertklässlern ein wichtiger Schritt bevor: Die Grundschulzeit ist zu Ende und sie müssen sich für eine andere Schule entscheiden. Aber für welche? Um Schülern und Eltern die Entscheidung zu erleichtern, hatte sich die Verdener Realschule wieder mächtig ins Zeug gelegt und unter Federführung von Sylke Bruns einen Aktionstag mit einem umfangreichen Programm organisiert.

Das Ergebnis: Viele Nochviertklässler haben jetzt richtig Lust auf die Realschule bekommen. Wie sieht eine weiterführende Schule aus? Was geschieht in den Fächern Chemie und Physik? Welche Fremdsprachen werden dort unterrichtet oder welche Arbeitsgemeinschaften gehören zum schulischen Angebot? Fragen, auf die es beim Aktionstag kompetente Antworten gab. An jeder Ecke standen Pädagogen plaudernd mit Kindern und Eltern. „Unsere Schule ist beliebt. Sie wird zurzeit von 750 Schülern besucht“, sagte Schulleiter Christian Piechot, der ebenfalls bereitwillig Rede und Antwort stand. Nach Angaben von Piechot ist die Anmeldung für die Realschule Verden auf den 19. Mai terminiert. An die Eltern richtete der Schulleiter den Appell, ihre Kinder nicht zu überfordern. „Der Weg zum Abitur führt nicht nur über das Gymnasium“, gab er zu bedenken. Eltern sollten auf die Erfolgsquote ihrer Kinder achten, da Lernen nun einmal nur bei Erfolg nachhaltig Freude mache.

„Viele unserer Schüler machen Abitur.“ Alleine im vergangenen Jahr seien rund 20 Prozent der Abgangsschüler auf ein Gymnasium gewechselt und eine mindestens ebenso große Zahl habe sich für die BBS entschieden.

Zum Rahmenprogramm gehörten eine Cafeteria und ein Kuchenbüfett in der Pausenhalle. Im Hauswirtschaftsbereich wurden Waffeln, Pizza oder Brezeln produziert. Wahlpflichtkurse, Theater-AG, Tanzklasse und Tanz-AG gestalteten ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und in der Turnhalle forderte eine Bewegungslandschaft die Besucher zu sportlichen Aktivitäten auf.

Auch in den Klassen- und Fachräumen sowie in der Bücherei wurden die unterschiedlichen Unterrichtsinhalte vorgestellt. Im Fach Musik konnten sich die Besucher am Keyboard oder an der Gitarre ausprobieren. In den sehr gut ausgestatteten Fachräumen wurden Experimente vorgeführt. Und wer sich kreativ betätigen wollte, durfte zu Pinsel und Wasserfarbe greifen oder sich an Bastelaktionen beteiligen. Gleichzeitig wurden begleitete Führungen durch die ganze Schule angeboten.

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