Tag des offenen Denkmals am 13. September

Dem Dom aufs Dach steigen oder ins Gefängnis gehen

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Heinz Riepshoff (r.) erläutert den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Dominformationsdienstes die baulichen Besonderheiten des Verdener Doms.

Landkreis - Wenn die Deutsche Stiftung Denkmalschutz am Sonntag, 13. September, ein weiteres Mal zum Tag des offenen Denkmals einlädt, dann dieses Mal mit dem Schwerpunktthema „Handwerk, Technik, Industrie“. Auch im Landkreis Verden werden an diesem zweiten Sonntag im September diverse historische Gebäude ihre Türen öffnen und dabei ganz neue Einblicke erlauben.

So lädt der Dominformationsdienst zu besonderen Führungen ein. Wer sich nicht scheut, die 99 Stufen zu erklimmen, kann sich unter fachkundiger Führung ein Bild vom imposanten Dachstuhl des Doms machen und von oben einen Blick auf das mächtige Gewölbe werfen. „Wir verstehen das Thema dieses Tages als Zimmerhandwerk, daher möchten wir die Besucher zur Besichtigung des Dachstuhls einladen“, so Ludwig Gruppe, Leiter des Dominformationsdienstes.

Damit die Damen und Herren auf alle Fragen der Besucher gut vorbereitet sind, trafen sie sich mit Heinz Riepshoff, Fachmann für historische Bauten und stellvertretender Vorsitzender der Interessengemeinschaft Bauernhaus, zu einer Vorbereitungsstunde auf dem Dachboden des Doms. Hier ließen sie sich noch einmal über die baulichen Besonderheiten des Verdener Wahrzeichens aufklären. Die Domführungen am Tag des offenen Denkmals finden um 11.30, 14 und 16 Uhr statt. Treffpunkt ist der Domeingang (Nord), Am Lugenstein 10.

Auch die Nachbarkirche des Doms, St. Andreas, wartet am 13. September mit einem besonderen Programm auf. Um 11 Uhr öffnet das Kirchencafé, zwischen 12 und 16 Uhr sind stündlich Turmbesteigungen möglich. Eine kleine Orgelmusik mit Hansjürgen Wiehe und anderen ab 17 Uhr beschließt den Tag.

Günter Schmidt-Bollmann bietet am Tag des offenen Denkmals eine Führung über den jüdischen Friedhof in Verden an. Die Teilnehmer – Männer sollten an eine Kopfbedeckung denken – treffen sich um 11 Uhr am Eingang am Ahornweg.

Die St. Laurentiuskirche in Achim, 1257 erstmals urkundlich erwähnt, hat am 13. September, von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Um 10 Uhr gibt es einen plattdeutschen Gottesdienst, um 11.15 Uhr wird Pastor Christoph Maaß durch die Kirche führen.

Historisches und Unterhaltsames weiß Gästeführerin Elke Gerbers über das Achimer Amtsgericht und das ehemalige Gefängnis zu berichten. Führungen sind angesetzt für 11.30, 12.15, 14.15 und 15 Uhr.

Einen Rückblick auf die Geschichte des Achimer Handwerks um das Jahr 1900 bietet Beata Hopp. Im historischen Kostüm wird sie im Rahmen eines Stadtrundgangs über Ereignisse und Anekdoten zur einstigen Zigarren- und Honigkuchenproduktion berichten. Beginn ist um 16 Uhr am Rathaus.

Architektur, Zimmermannsarbeit und Arbeitsweise der Achimer Windmühle können am 13. September ebenfalls bewundert werden. Geöffnet hat das Gebäude von 10 bis 12 sowie 13.30 bis 17 Uhr.

In Langwedel steht das Häuslingshaus allen Interessierten offen. Von 10 bis 18 Uhr dürfen die Besucher das sogenannte Küchennischenhaus sowie eine Ausstellung vom Flachs zum Leinen und alte handwerkliche Gerätschaften zur Verarbeitung von Flachs besichtigen.

ahk/kp

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