Matthias Ziemens als neuer Propst in St. Josef empfangen

„Die Ökumene liegt mir sehr am Herzen“

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Matthias Ziemens ist neuer Propst in St. Josef und freut sich auf die kommenden Aufgaben.

Verden - Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde am Sonntagnachmittag Pfarrer Matthias Ziemens von Weihbischof Heinz-Günther Bongartz als neuer Propst in St. Josef eingeführt. Als Nachfolger von Propst Bernd Kösling betreut Ziemens neben St. Josef auch die St. Matthias-Gemeinde in Achim mit St. Paulus in Oyten. Die Gemeinde in der vollbesetzten St.-Josef- Kirche begrüßte ihren neuen Propst mit herzlichem Applaus.

Geboren wurde Matthias Ziemens im Mai 1964 in Bremerhaven. Dort ist er auch aufgewachsen. Nach dem Abitur absolvierte er zunächst eine Berufsausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann in der Fischindustrie. Daran schloss sich ein Studium der Theologie in Frankfurt/Main und Freiburg an. 1993 wurde Ziemens in Hildesheim zum Priester geweiht. Von 1993 bis 1996 war er als Kaplan in Peine, von 1996 bis 1999 in Wolfenbüttel tätig. Sein weiterer Berufsweg führte ihn nach Bückeburg, wo er von 1999 bis 2009 als Pfarrer wirkte. In dieser Zeit war Ziemens auch Dekanatsjugendseelsorger und Dechant. Von 2009 bis 2017 stand er als Pfarrer den Gemeinden in Neustadt und Wunstorf vor.

Die erste Predigt handelt von der „Eruption des Geistes“

Seit dem 15. August ist Matthias Ziemens Propst von Verden und Pfarrer von Achim und Oyten. Da das Pfarrhaus zurzeit noch saniert wird, lebt der bekennende Werderfan mit seinem elfjährigen Collie Aaron übergangsweise in der Georgstraße.

In seiner ersten Predigt als Propst in Verden fand Ziemens klare Worte. So bezeichnete er die Kirche als „Tanker, der manchmal schwer in Fahrt kommt.“ Allerdings würde der Geist Gottes sich schon seine Wege suchen. So nannte er die Reformation Luthers eine „Eruption des Geistes.“ „Wenn es Gott gefällt, kriecht das Evangelium auch in die kleinste Hütte“, sagte der Propst. Er freue sich, dass es Kirchen gebe, in denen das Evangelium nicht bloß verschrumpelt. „Es gibt in jeder Kirche charismatische Persönlichkeiten, die geweckt werden wollen.“

Anschließend überbrachte Kirchlintelns Pastor Dennis Oswich die Grüße von Superintendentin Elke Schölper und des Kirchenkreises. „Ich freue mich darauf, mit ihnen zusammenzuarbeiten“, sagte Oswich und überreichte als Geschenk eine Jubiläumsausgabe der Lutherbibel, deren Umschlag selbst gestaltet werden kann. Auch Bürgermeister Lutz Brockmann hieß den neuen Propst willkommen. „Ich vertraue darauf, dass wir uns gut verständigen werden“, sagte der Bürgermeister.

Nach schwerem Abschied aus Neustadt gut in Verden eingelebt

Der Abschied aus Neustadt sei ihm zwar schwer gefallen, nun sei er aber voller Hoffnung auf einen partnerschaftlichen, offenen und ehrlichen Umgang miteinander, bekräftigte der Propst.

Nach dem Gottesdienst gab es für die Besucher bei einem Empfang im Gemeindehaus die Gelegenheit, mit dem Propst ins Gespräch zu kommen. Sein neues Lebensumfeld gefällt ihm gut. „Ich mag Verden. Da ich mitten in der Stadt lebe, sind die Wege kurz, ich habe mich schon gut eingelebt“, so Ziemens. Auf die Frage, ob es etwas in seiner Arbeit in Neustadt gibt, das er auf Verden übertragen möchte und wo er die Schwerpunkte seiner Arbeit sieht, antwortete er: „Zunächst möchte ich Seelsorger sein, Ansprechpartner für die Anliegen der Menschen. Das ist mir sehr wichtig. Daneben liegt mir die Ökumene sehr am Herzen, wie auch die Kinder- und Jugendarbeit.“ Auf die Frage, wie denn das Verhältnis zur evangelischen Kirche sei, entgegnete der Propst: „Ich bin in Bremerhaven in einem stark evangelisch geprägten Umfeld groß geworden und habe keine Berührungsängste zu anderen Kirchen. Gerade in diesen Zeiten, ist es wichtig, dass wir im ökumenischen Dialog die Gemeinsamkeiten pflegen und uns so eng wie möglich vernetzen.“

ahk

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