Zwölfter Covid-19-Todesfall im Landkreis / Wieder Schulen betroffen

„Nur“ 21 Neuinfizierte

Weitgehend gleichmäßig verteilen sich die bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf das Kreisgebiet.  
Grafik: Landkreis Verden
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Weitgehend gleichmäßig verteilen sich die bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf das Kreisgebiet. Grafik: Landkreis Verden

Landkreis – Vor ein paar Wochen wäre noch überlegt worden, ob hier von einem Hotspot die Rede sein könnte: 21 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus meldete das Gesundheitsamt gestern. Das könnte Mut machen nach dem Wochenstart mit 150 neuen Fällen von bestätigten Infizierten, die die Behörde melden musste. Die Zahl der akut an Covid-19 erkrankten Personen im Kreisgebiet sank nach den neusten Zahlen sogar. Mit 23 als genesen aus der Quarantäne entlassenen Patienten ist die Bilanz zunächst einmal positiv. Zugleich ist aber auch ein weiterer Todesfall im Landkreis zu beklagen.

Aus dem jüngst von drei Corona-Fällen betroffenen Pflegeheim in Ottersberg ist gestern eine Bewohnerin im Achimer Krankenhaus an den Folgen der Covid-19-Erkrankung verstorben. Die über 95 Jahre alte Frau ist der zwölfte Todesfall im Landkreis im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Seit Beginn der Pandemie sind im Landkreis mittlerweile 1 195 laborbestätigte Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Gleichzeitig sind inzwischen 687 Personen wieder genesen. Seit gestern verringerte sich die Zahl der Covid-19-Patienten um 23 auf 497. 15 von ihnen werden stationär in einem Krankenhaus behandelt. 607 Kontakt-Personen sind derzeit in Quarantäne. Die Zahl der aktuell Infizierten im Landkreis beläuft sich nach Angaben des Gesundheitsamtes auf 497 Personen.

Die kumulative Inzidenz der zurückliegenden sieben Tage, bezogen auf 100 000 Einwohner, lag laut der gestrigen Meldung um 8 Uhr bei 212,2. Am Tag zuvor musste die Kreisverwaltung gestern einen Wert von 215,1 angeben. Das als erstes Anzeichen zu sehen, dass sich der neue Lockdown auswirkt, ist kaum zu erwarten. Bereits in der vergangenen Woche hatte Amtsärztin Jutta Dreyer erklärt, dass eine einzige bestätigte Infektion in einer Familie auch bei der amtlichen Nachverfolgung und Quarantäneverordnungen noch über Wochen weitere Infektionen nach sich ziehen kann. „14 Tage, das ist oft der zeitliche Abstand, ehe eine zweite Welle einsetzt. Dann mit Schwager oder Schwägerin“, gab sie ein Beispiel.

Auch die neuen Infektionen verteilen sich wieder relativ gleichmäßig auf das gesamte Kreisgebiet. Diesmal hat es die Stadt Verden mit sechs Neuinfizierten am stärksten getroffen. Ohne Neuerkrankten blieb die Gemeinde Kirchlinteln ungeschoren. Unter den 21 neu bestätigten Infektionen sind in fünf Fällen wieder Schulen betroffen, meldet der Landkreis. Am Domgymnasium und am Gymnasium am Wall in Verden, an der Oberschule Verdener Campus sowie an den Berufsbildenden Schulen Verden habe sich jeweils ein Schüler neu infiziert. Am Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium in Achim sei eine Lehrkraft positiv getestet worden.

Die Oberschule Verden wechselt jetzt in den schichtweisen Präsenzunterricht, der bereits für die anderen vier Schulen gilt. Auch die Aller-Weser-Oberschule in Dörverden meldet auf ihrer Homepage, dass sie wieder zu dem Wechselbetrieb übergehen. Insgesamt seien damit nach den Herbstferien 31 Schüler in 17 Schulen von Corona-Infektionen betroffen, hat das Gesundheitsamt ermittelt.

Auch im Kindergarten Blender wurde ein Kind positiv getestet. Kreisweit ist es der vierte Corona-Fall in einer Kindertagesstätte im Landkreis seit dem Ende der Herbstferien.  kle

Auch die Campus-Oberschule Verden nimmt jetzt den schichtweisen Präsenzunterricht wieder auf.

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