Neubau für 2025 geplant

Sanierung der Südbrücke über die Aller dauert länger und wird teurer

Kein Verkehrsteilnehmer darf derzeit auf die Brücke.
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Kein Verkehrsteilnehmer darf derzeit auf die Brücke.

„Schreiben Sie das bloß – das ist eine Notinstandsetzung.“ Stephanie Weber, zuständige Projektleiterin bei der Stadt Verden, machte Montag vor Ort mehrere Male deutlich, dass die Südbrücke eigentlich nur auf irgendeinen „Abfallhof“ gehört. Geht nicht, weil dann die Reiterstadt kurz vor dem Verkehrsinfarkt stehen würde. Folglich muss das Bauwerk noch einmal repariert werden.

Verden – Nachteil ist zudem, unabhängig von der Stausituation auf der B215, dass die Arbeiten erstens teurer und zweitens länger als geplant ausfallen. Weber: „Die Brücke soll so repariert werden, dass sie fünf bis acht Jahre hält.“ Es würde zeitlich passen, denn die neue umgeschwenkte Nordbrücke soll 2025 fertig sein. Folglich bräuchte die B215 nicht gesperrt werden.

Bis es allerdings soweit ist, gibt erst einmal die besagte Notlösung für die Südbrücke. Der Asphaltbelag wurde in den vergangenen Tagen runtergenommen und der marode Beton dort, wo es nötig war, abgeklopft. An einigen Stellen mussten die Stahlmatten darunter erneuert werden. Zum Teil waren sie weggebrochen. „Diese Brücke ist nicht mehr zu sanieren“, betonte Stephanie Weber. Was bleibt, sind absolut notwendige Reparaturmaßnahmen. Dazu gehört ferner, den Durchfahrtsverkehr auf vier Tonnen Gewicht zu beschränken. „Wir werden das engmaschig überwachen.“ Der Betonlaster musste Montag deswegen kurz vor Brückenanfang abgestellt werden. Den Rest übernahmen Arbeiter mit Schubkarren, um den Beton an der rechten Lage im Fahrbahnbereich zu platzieren.

Die Stahlmatten sind marode.

Flächendeckend wird Beton aufgetragen, kleinere Schäden mit so genannten PCC-Mörtel ausgebessert. Es habe sich allerdings gezeigt, dass sich die Brücke in einem schlechteren Zustand befindet, als „wir alle vermutet haben“. Schon letztes Jahr sollten einige Arbeiten durchgeführt werden. „Das mussten wir sein lassen“, sagte Stephanie Weber, „wir haben keine Baufirmen bekommen“.

Schon jetzt werde im übrigen ein Neubau der Südbrücke geplant. Das soll Hand in Hand gehen: Wenn die neue Nordbrücke für den Verkehr im Jahr 2025 freigegeben wird, dürfte sofort die Südbrücke – künftig wird sie wie die Flutbrücke Begegnungsverkehr haben – in Angriff genommen werden.

Der Beton musste gestern vom Lastwagen mithilfe von Schubkarren an die erforderlichen Stellen der Südbrücke gebracht werden.

Fest steht aber auch, dass der geplante Öffnungstermin in der nächsten Woche, am 9. August, auf keinen Fall zu halten sein wird. Beton und PCC-Mörtel benötigen eine Aushärtzeit von mindestens sieben Tagen. Dazu war es in der letzten Woche zu heiß, was die Arbeiten zusätzlich verzögerte. Die Abdichtung der Kappen unter den Fußwegen sowie die Reparatur der Borde hat ebenfalls Zeit gekostet. So sei nach den Worten von Stephanie Weber davon auszugehen, dass die Südbrücke für alle Verkehrsteilnehmer zum Ende der Sommerferien nicht wieder freigegeben werden kann. Bleiben die Kosten, die die Stadt Verden allein stemmen muss. „160.000 Euro wird die Notinstandsetzung verschlingen“, sagte die Projektleiterin der Stadt. Zuschüsse gebe es dafür nicht.

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