60 Teilnehmer spielen sich am Wochenende im Domgymnasium frei und lernen das Improvisieren

Notenlesen ist beim Jazz-Workshop nicht gefragt

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Klassenzimmer wurden vorübergehend zu Übungsräumen umfunktioniert. 

Verden - Viele Stunden proben, dazwischen mal eine Pause, ein paar Kekse oder ein schneller Snack und eine Tasse Kaffee im Foyer des Domgymnasiums. Am Abend dann die herrliche Jazz-Session der Dozenten, danach noch das großartige Konzert der „Kerberbrothers Alpenfusion“ in der Schulaula und gestern das große Abschlusskonzert auf dem Rathausvorplatz: so sieht im Zeitraffer der Workshop von „Jugend jazzt in Verden“ aus, den der Verein Verdener Jazz und Blues Tage seit Jahren in Kooperation mit dem Verdener Domgymnasium und der Musikschule Hartig durchführt.

Michael Spöring ist der federführende Organisator der Begegnung, die jungen Musikern und Jazzformationen helfen möchte, ihr Repertoire zu erweitern oder ihre Arrangements und Improvisationen zu verbessern. Der Jazznachwuchs lernt schnell, zumal wenn er an der Musik Spaß hat und gerne in der Gruppe lernt.

So ist das beim Jazz typische Wechselspiel zwischen Arrangement und Improvisation, wie auch das gleichzeitige Improvisieren mit verschiedenen Freiheitsgraden, für die Teilnehmer sehr anregend, wie ein Dozent unterstrich. Dabei mussten vor allem die jüngeren Teilnehmer ihre anfängliche Unsicherheit vor dem Improvisieren erst einmal überwinden lernen. Denn Improvisation sei nicht selbstverständlich und komme im allgemeinen Musikunterricht eher selten vor“, hieß es.

Beim Workshop mit rund 60 Teilnehmern ging es also nicht ums Notenlesen, sondern darum, so kreativ wie möglich zu werden und den Mut zu finden, sich im Improvisieren zu versuchen. Bei Jugend jazzt lernten die Teilnehmer das dafür erforderliche Handwerkszeug kennen, und sie durften sich ausprobieren. Kein Zweifel: die rund 60 Workshop-Teilnehmer hatten Spaß am Spielen und am musikalischem Experiment, wobei sie einen direkten, lebensbejahenden, mitunter sogar tanzbaren Sound präsentierten.

Der gute alte Swing kam vor

Faszinierend die Vielfalt. Der gute alte Swing kam vor. Mit noch mehr Schwung und professionellem Format wurde Jazzrock, Funk und Fusion präsentiert. Allesamt beeindruckten mit ihrem Auftritt, der von der fulminanten Freude des Nachwuchses am Musizieren, ob als Solist oder in einer Band, lebte.

Viel Sonnenschein und Musik gab es am Sonnabend außerdem in der Verdener Innenstadt, beim Zusammentreffen der Verdener Jazz- und Blues-Tage mit der beliebten Veranstaltungsreihe „Verden frühstückt“. Die Erwartungen der Initiatoren Kaufmännischer Verein, Gastronomie und Geschäftsleute sind am Wochenende ganz sicher übertroffen worden.

Verdener Jazz und Blues Tage - Frühstück und Workshop

Die Frühstücksgäste strahlten mit der Spätsommersonne um die Wette und bereits gegen 10 Uhr waren die meisten Plätze bereits besetzt. Es kam Stadtfestfeeling auf. Für die musikalische Untermalung war gleich mit mehreren Bands gesorgt und den Kindern wurden Betätigungsmöglichkeiten wie Karussellfahren, Basteln oder Jonglage geboten. Auch auswärtige und offensichtlich überraschte Kunden in der Stadt ließen sich mitreißen, nahmen spontan an einem der Frühstückstische Platz, stellten ihre Einkaufstüten ab und ließen es sich gut gehen. 

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