Noch gibt es Fische

Anwohner, Politik und Behörden suchen in Verden-Dauelsen nach Lösungen für Mühlenteich

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Die Anwohner machten deutlich, worum es geht.

Verden-Dauelsen - „Noch sind noch Fische drin“, hatte Dr. Rainer Becker mit dem geübten Blick des Fischereifachmanns festgestellt. Eine große Zahl von Anwohnern und Vertretern von Behörden, Verbänden und aus der Politik trafen sich Mittwoch am Dauelser Mühlenteich. Allen war daran gelegen, das ortsbildprägende Gewässer mit seiner idyllischen Lage nahe dem Sachsenhain zu erhalten. Nach Trockenheit und Hitze hatte der desolate Zustand des Teichs eine Anwohnerinitiative, aber auch den Besitzer Volker Miehe und die Stadt Verden zur Suche nach einer Lösung am Ufer zusammengeführt.

Einig waren sich der Sprecher der Anwohner, Gerd Luttmann, und Bürgermeister Lutz Brockmann mit der stellvertretenden Ortsbürgermeisterin Bärbel Rater, dass der Mühlenteich erhalten werden soll. Vorschläge, welche Ursachen für das Verlanden und das Trockenfallen des Gewässers beseitigt werden müssten, waren vielfach schon im Vorfeld diskutiert worden. 

„Der Mühlenteich ist das letzte Glied in der Kette vor der Halse-Mündung in die Aller“, fasste Volker Miehe zusammen. Und wie er sah auch Rolf Göbbert vom Nabu einen entscheidenden Faktor darin, dass die Halse aufgrund der Trinkwasserförderung am Werk Panzenberg trocken gefallen ist und dem Teich nicht mehr versorgt.

„Er ist schon gekippt“, stand für Gerd Luttmann fest. Lösungen müssten auf zwei Ebenen gefunden werden, meinte er. Das eine sei die aktuelle Lage aufgrund der Hitzeperiode. Das andere sei die dauerhaft mangelnde Versorgung mit Halsewasser. Auch Bärbel Rater sah ein allgemeines Interesse: „Das Kleinod darf nicht sterben“. Sie erinnerte an das Fischsterben vor drei Jahren.

Initiative will Rotenburger Mühlenteich retten

 © Lisa Hustedt
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„Ganz so einfach ist das nicht“, warnte Silke Brünn. Als Fachdienstleiterin der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis sah durchaus einen Zusammenhang mit der Halse. Eine Lösung des Problems sei aber nicht mit dem Stopp oder deutlicher Reduzierung der Trinkwasserförderung zu erreichen. Eine Reihe von Faktoren würde eine Rolle spielen und im Rahmen des laufenden Genehmigungsverfahrens für die Wasserförderung am Panzenberg untersucht. Stefan Hamann als Geschäftsführer des Trinkwasserverbandes signalisierte allerdings die Bereitschaft des Verbands, sich an Maßnahmen zu beteiligen.

Auch der Sprecher der Sportfischer, Rainer Becker, wies darauf hin, dass ein künstliches Gewässer wie der für die Wassermühle aufgestaute Teich in Dauelsen durch den Laubeintrag immer die Tendenz habe zu verlanden. Besitzer Volker Miehe bestätigte ihm, dass der Teich vor 40 Jahren zuletzt ausgebaggert worden sei. Eine solche regelmäßige Aufgabe sei aber kostspielig, weil der Schlamm als Sondermüll entsorgt werden müsste. Lutz Brockmann war sich dessen bewusst und rechnete für einmal Ausbaggern mit Kosten von knapp 100.000 Euro.

Nachdem Probleme und Ursachen vor Ort diskutiert waren, zogen sich die verschiedenen Akteure ins Dauelser Schulhaus zurück. Abseits der Öffentlichkeit wollten sie ungestört an Lösungen arbeiten, was dabei herausgekommen ist, werde bekannt gegeben, versprach Bürgermeister Brockmann.

kle

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