CDU-Anfrage zu Gartenwasserzählern beantwortet Bürgermeister Lutz Brockmann

„Niemand ist zu Schaden gekommen“

Verden - Probleme beim Ablesen der Gartenwasserzähler bei zahlreichen Verdener Haushalten hat die CDU-Fraktion zum Thema einer Anfrage an Bürgermeister Lutz Brockmann gemacht. In der Antwort werden zwar gewisse Schwierigkeiten eingeräumt, in der Gesamtheit sei aber niemand zu Schaden gekommen.

Wie die CDU schreibt, habe der Trinkwasserverband Verden Ende August Zählerablesekarten versandt. Zur Überraschung vieler Wasserkunden sei in etlichen Fällen der Gartenwasserzähler auf der Ablesekarte nicht mehr berücksichtigt worden. Im Anschreiben des Trinkwasserverbandes sei lediglich darauf hingewiesen worden, dass möglicherweise die Eichfrist der Zähler abgelaufen sei. In diesem Fall sollten sich Kunden direkt an die Stadt wenden.

Auf die entsprechenden Fragen der CDU-Fraktion erklärte Bürgermeister Brockmann nun, von rund 200 betroffenen Gebührenzahlern auszugehen. Genau sei überdies nicht mehr zu ermitteln, wieviele Kunden es versäumt haben, einen neuen Zähler einzubauen oder bei denen die Gartenwasserzähler nicht mehr anerkannt werden. Brockmann schätzt die Zahl der Betroffenen auf rund 120.

Im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Verden sei aber im vergangenen Jahr ein individueller Hinweis auf die letztmalige Berücksichtigung des Gartenwasserzählers bei Ablaufen der Eichfrist erfolgt. Ab dem 1. Oktober 2016 übernehme der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung die Abwasserverbrauchsabrechnungen vom Trinkwasserverband für dessen Versorgungsgebiet.

Mit dem Vorauszahlungsbescheid für die nächste Abrechnungsperiode werde definitiv ein Hinweis auf das Ablaufen der Eichfrist erfolgen, so der Bürgermeister. Ob dieser individuell, das heißt nur für die Gebührenzahler erfolgen könne, bei denen die Eichfrist des Gartenwasserzählers tatsächlich ablaufe, werde gerade in Abstimmung mit dem Softwareanbieter des Eigenbetriebes geprüft.

„Wie hoch sind die geschätzten Mehreinnahmen der Stadt durch die Nichtanerkennung der Gartenwasserzähler?“, hatte die CDU-Fraktion abschließend gefragt.

Dazu Lutz Brockmann: „Aus gebührenrechtlicher Sicht darf der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung keine Gewinne erzielen. Insoweit wären mögliche höhere Gebührenerlöse im folgenden Jahr entsprechend bei der Gebührenkalkulation zu berücksichtigen. Insoweit entsteht für die Verdener Gebührenzahler in der Gesamtheit kein Nachteil, da mögliche Mehreinnahmen in diesem Jahr in der Kalkulation für die nächste Abrechnungsperiode berücksichtigt werden.“ In Kurzform erfolgte die Beantwortung in der jüngsten Ratssitzung.

koy

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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