37. Niedersächsische Fleischrindertage: 160 Bullen wollen Mister Verden werden

Von Züchterträumen und traumhaften Vierbeinern

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Bulle Marco wurde erklomm im vergangenen Jahr den Thron des Mister Verden. Viele Zuschauer verfolgten den „Contest“ in der Niedersachsenhalle.

Verden - Ein wirkliches Traumpaar sind Mister und Miss Verden nicht, wenn sie bei den 37. Niedersächsischen Fleischrindertagen in der Niedersachsenhalle gekürt werden. Dass jedes einzelne Tier für sich die Erfüllung eines Züchtertraumes ist, ist allerdings ziemlich sicher. Wenn die beiden Rinder zusammen passen würden, die beim Schauprogramm am Sonnabend, 13. Februar, als Beste aus den Betrieben im landesweiten Zuchtverband ausgewählt werden, wäre das aber reiner Zufall.

Die Züchter von acht Fleischrinderrassen kommen wieder mit ihren besten Tieren zur Leistungsschau und größten Verkaufsveranstaltung dieser Art nach Verden. „160 Bullen sind angemeldet“, berichtete Johannes Röttger, Fachberater im Tiervertrieb des Veranstalters Masterrind, im Pressegespräch.

Vor dem Schauprogramm am Sonnabend kommen die Fachleute, Züchter und Käufer, am Freitag, 12. Februar, zusammen. Für den eher geselligen Züchterabend haben Röttger und seine Mitstreiter schon die ersten Leckerbissen der Fleischrindertage in petto: „Eines der 13 ausgewählten weiblichen Tiere, die an dem Abend versteigert werden, ist gerade Bundesschausiegerin geworden“, verrät er. Das Angus-Rind komme von einem Betrieb in Walsrode.

Bevor dann am Sonnabend die maskulinen Fleischlieferanten in der Halle den Ring einnehmen, eröffnet der Züchternachwuchs um 9 Uhr das Schauprogramm. In Verden stellen sich 16 Jungzüchter mit ihren Tieren vor, die sich auf der Landesschau in Tarmstedt qualifizieren konnten. Die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen acht und 22 Jahren führen ihre Fertigkeiten im Umgang mit den mächtigen Rindern vor.

Die 160 Kandidaten für den Mister Verden müssen erst die Beurteilung der Fachleute von der Körkommission hinter sich bringen, bevor sie in den Ring kommen. „Erfahrungsgemäß bleiben dann noch etwa 140 Bullen übrig, die dann im öffentlichen Schauprogramm ihre Parade durch die Niedersachsenhalle abschreiten. Erneut werfen Röttger und der Ehrengast des Tages, der Aufsichtsratsvorsitzende der Masterrind Otto Lattwesen, ihre fachkundigen Blicke auf die Tiere. Sie wählen zunächst die besten in jeder Rasse und dann aus diesen Spitzentieren den Mister Verden. Ganz wie bei einem Contest, nur dass die Kandidaten nicht reden.

Alle gekörten Bullen kommen später, ab 12 Uhr, unter den Hammer von Auktionator Torsten Kirstein.

Die Misswahl verläuft an diesem Vormittag nach einem etwas anderen Schema. „Die Kandidatinnen sind diesmal Vertreterinnen der extensiven Rassen Galloway, Highland, Hereford und Welsh Black“, erklärte Johannes Röttger. Auch sie würden dem Publikum am Sonnabend vorgestellt. Aufgabe von Preisrichter Paul Bierstedt wird es dann sein, die besten Vertreterinnen ihrer Rasse und unter ihnen dann die Schönheitskönigin, die Miss Verden, zu finden.

Erst, wenn so das Traumpaar zusammengefunden hat, kann der Auktionshammer zuschlagen.

kle

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