Nicht im Wasserschutzgebiet

Protest gegen geplante Förderung der Dea in Scharnhorst

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Der Protestzug schlängelte sich über Feldwege zum Gelände der Dea.

Scharnhorst - Vereint in ihrem Protest gegen eine weitere Erdgasbohrung der Deutschen Erdöl AG im Scharnhorster Wasserschutzgebiet Panzenberg trafen sich dort gestern rund 150 Bürger zu einem Spaziergang. Eingeladen hatte die Bürgerinitiative „Walle gegen Gasbohren“, die im engen Kontakt zu einigen Scharnhorster Bürgern steht.

Treffpunkt war der seit 1988 bestehende Bohrplatz „Völkersen Z4“ an der Kreisstraße 28. Direkt angrenzend ist eine weitere Bohrung mit der Bezeichnung „Völkersen Z12“ geplant. Beides in der Wasserschutzzone III. Nur einmal die Kreisstraße überqueren mussten die Protestler, um in die Wasserschutzzone II zu gelangen, wo deutlich strengere Auflagen gelten. Mit Kindern und Hunden zog der Tross auf extrem aufgeweichten und teils kaum noch erkennbaren Wegen durch die Feldmark.

Unter den Teilnehmern einige Scharnhorster Bürger, Nachbarn aus Walle, Mitglieder anderer Bürgerinitiativen gegen Erdgas im Landkreis Verden und einige Politiker. Max Rehberg war mit seiner Familie aus Dörverden-Westen gekommen. „Ich wollte sehen, wo gebohrt werden soll“, erklärte er.

Zwar gut gelaunt, aber mit klarer Ansage waren Eltern und Kinder in Scharnhorst unterwegs.

In Zeiten der Energiewende hält er die Ausweitung der Erdgasförderung für nicht notwendig. „Schon gar nicht im Wasserschutzgebiet. Das ist ein völliges No go“, so Rehberg. Walter Franzmeier aus Westen teilt die Auffassung. Es werde behauptet, dass alles sicher sei, doch absichern könne man alles nur bis zu einem gewissen Grad. Das habe der Schadensfall vor ein paar Jahren am porösen Leitungsnetz für Lagerstättenwasser gezeigt. „Schon bei den Rohren hat die Dea das Vertrauen verspielt“, findet Franzmeier.

„Wir können nicht absehen, was da unten passiert und was in 20 bis 30 Jahren ist“, sagte Martin Busch, Sprecher der Waller Bürgerinitiative. Er führte den beachtlichen Protestzug zu einem der Brunnen, mit denen der Trinkwasserverband Verden das Grundwasser aus der Rotenburger Rinne fördert. Bis zu zehn Millionen Kubikmeter jährlich. Er erinnerte daran, dass ein Großteil nach Bremen geliefert und dort für die Lebensmittelindustrie verwendet wird.

Protestspaziergang gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst

Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst © Mediengruppe Kreiszeitung/Wiebke Bruns
Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst © Mediengruppe Kreiszeitung/Wiebke Bruns
Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst © Mediengruppe Kreiszeitung/Wiebke Bruns
Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
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Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst
Protestaktion gegen weitere Erdgasbohrung in Scharnhorst © Mediengruppe Kreiszeitung/Wiebke Bruns

Es gab keine großen Reden, keine großen Statements. Nur auf einigen Schildern brachten Teilnehmer ihre Meinung zum Ausdruck. „Stop – nie mehr im Trinkwasser bohren“, war an einem Kinderwagen zu lesen. Nach gut einer Stunde endete der Spaziergang am Ausgangspunkt.

Bereit standen für die Teilnehmer ein paar rote Xe (keine Kreuze), die man mittlerweile immer häufiger in der Region sieht. Es ist das Symbol aller Bürgerinitiativen im Landkreis Verden im Protest gegen die aktuelle Förderpraxis der Erdgasindustrie, Erhältlich gegen einen Kostenbeitrag bei den BIs und in Scharnhorst bei Mario Smorra. Mehr Informationen unter www.das-rote-x.de.

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