Nicht Masse, sondern Klasse

Verband Niedersächsischer Winzer in Verden gegründet

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Noch ist es kein Verdener Sekt, mit dem auf die Verbandsgründung angestoßen wurde (v.l.): Bürgermeister Lutz Brockmann, Winzer Carsten Kaßburg aus Ahausen/Rotenburg, Christian Meyer und Bärbel Rater.

Verden – Niedersachsen ist auf dem Weg zum Weinbauland. 19 Neuwinzer aus ganz Niedersachsen trafen sich in Verden, um den Verband Niedersächsischer Winzer zu gründen.

Nach der Begrüßung und einem ersten Gedanken- und Erfahrungsaustausch im Alten Schulhaus Dauelsen ging es zum „Weinberg am Storchengrund“, den die Verdener Jungwinzer Bärbel und Hans-Joachim Rater im Frühling angelegt haben. Neben Bürgermeister Lutz Brockmann war der ehemalige niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) anwesend. Meyer hatte sich während seiner Amtszeit sehr für den niedersächsischen Weinbau stark gemacht.

„Ich freue mich, dass der Niedersächsische Winzerverband in Verden gegründet wird“, sagte Brockmann. Er verwies auf die Partnerstädte Verdens, in denen es eine lange Weinbautradition gibt. Im polnischen Zielona Gora könne man sehen, wie es gelingen kann, diese Tradition neu zu beleben. „Es ist eigentlich bedauerlich, dass der Weinbau in Niedersachsen durch den Klimawandel ermöglicht wird, aber dem müssen wir ins Auge schauen, die Landwirtschaft muss sich wandeln“, so Brockmann.

Der Vorstand (v.l.): 1. Vorsitzender Jan Brinkmann, Bad Iburg; 2. Vorsitzender Hannes Meyer, Wiecheln/Lüneburg; Schriftführerin Bärbel Rater, Verden; Beisitzerin Yvonne Rottmann, Winzerin und Weinbauberaterin; Kassenwart Carsten Kaßburg, Ahausen/Rotenburg; Beisitzer Joachim Cordes, Unterstedt, und Beisitzer Michael Winkler, Göttingen (nicht auf dem Foto).

Christian Meyer bedankte sich bei den Winzern für ihren Mut, mit dem Weinbau zu beginnen. Sein damaliger Kampf als Minister für die Weinbaurechte habe sich gelohnt. „Ich sollte unterschreiben, dass Niedersachsen auf den Weinbau verzichtet. Das habe ich aber nicht getan“, erzählte er. Schließlich gebe es in Niedersachsen mehrere historische Orte mit einem Weinberg. „Ich glaube, wir kriegen ein interessantes Produkt, einen Qualitätswein hin“, zeigte Meyer sich zuversichtlich. Der neu gegründete Verband biete zudem eine gute Perspektive für die wachsende Branche. „Die Niedersachsen sind mutig, etwas Neues auszuprobieren, es geht hier nicht um Masse, sondern um Klasse“, betonte er und wünschte viel Erfolg.

Im Alten Schulhaus wurde nach intensiver Diskussion die Verbandssatzung einstimmig beschlossen sowie der Vorstand gewählt. Erster Vorsitzender ist Jan Brinkmann aus Bad Iburg, Stellvertreter Hannes Meyer aus Wiecheln/Lüneburg.

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