Erlebnisbad öffnet nach achtwöchiger coronabedingter Schließung

Neustart für das Verwell

Klaus Jürries, Badeleiter des Verwells, zusammen mit Arne Lindhorst, stellvertretender Badeleiter, (v.l.) vor dem Sportbecken. Hier können auf jeweils einer der vier abgetrennten Doppelbahnen gleichzeitig 20 Personen schwimmen. Fotos: Hustedt
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Klaus Jürries, Badeleiter des Verwells, zusammen mit Arne Lindhorst, stellvertretender Badeleiter, (v.l.) vor dem Sportbecken. Hier können auf jeweils einer der vier abgetrennten Doppelbahnen gleichzeitig 20 Personen schwimmen. 

Verden - „Das wird eine etwas andere Freibadsaison dieses Jahr“, sagt Arne Lindhorst, stellvertretender Badeleiter des Verwells, und blickt auf die Außenanlage des Erlebnisbades. Die Sonne scheint, die Temperaturen sind angenehm und ein lauer Wind weht, wodurch sich die Oberfläche des Wassers in den beheizten Becken leicht kräuselt. Nur die Filteranlage ist zu hören. Und doch schwimmt kein einziger Badegast an diesem regelrecht sommerlichen Nachmittag seine Bahnen.

Vor knapp acht Wochen musste das Verwell aufgrund der Corona-Krise seine Türen für sämtliche Besucher schließen. „Damals haben wir uns in zwei Teams aufgeteilt, sodass wenn jemand von uns positiv getestet wird, die andere Hälfte weiterarbeiten, und im Falle eines Falles die Anlage in Schuss halten konnte“, berichtet Klaus Jürries, Badeleiter des Verwells rückblickend und lobt gleichzeitig seine Mitarbeiter, die trotz dieser Umstände allesamt sehr gute Arbeit geleistet hätten.

Jetzt darf das Bad, am kommenden Montag, zumindest teilweise endlich wieder öffnen. So haben die Badegäste ab dem 25. Mai die Möglichkeit, einen Großteil des Freibades und der Außenanlage zu nutzen. Wann die Sauna und das Hallenbad wieder geöffnet werden dürfen, ist aktuell noch nicht klar. „Da müssen wir den weiteren Verlauf des Stufenplanes des Landes Niedersachsen abwarten“, so Lindhorst.

„Also Stillstand herrschte bei uns die letzten Tage keineswegs“, so Jürries, „denn um die ganzen Corona-Regeln, die es jetzt gibt, einzuhalten, gab es viel mehr zu beachten und einzurichten, als sonst vor der Öffnung des Freibades.“ So wurde beispielsweise das Sportbecken in vier einzelne Bahnen unterteilt. Die sind so angelegt, dass immer 20 Personen gleichzeitig auf einem Teilabschnitt wie in einem Kreisverkehr ihre Bahnen drehen können. Außerdem finden sich überall, ob im Eingangsbereich, in dem die Maskenpflicht gilt, oder auf der Außenanlage, gelbe Markierungen, die den Besuchern dabei helfen sollen, den Mindestabstand einzuhalten. Ebenfalls wird derzeit noch ein Online-Ticket-System eingerichtet. „Dort können Karten fünf Tage im Voraus gebucht werden. Im Verwell selbst gibt es die nur noch zwischen 10 und 12 Uhr zu kaufen. Möglichst bargeldlos versteht sich“, erläutert Jürries und spricht damit den neuen Schwimmplan an, der coronabedingt eingeführt wurde. Um sicherzustellen, dass das Bad den hohen Hygieneansprüchen gerecht wird, wurden drei, jeweils zwei Stunden lange Schwimmphasen eingeführt. Die erste geht von 10 bis 12 Uhr, die zweite von 13 bis 15 Uhr und die dritte von 16 bis 18 Uhr. Jeweils einmal am Anfang des Tages, zwischen den Phasen und einmal zum Schluss, werden dann „alle Kontaktflächen desinfiziert“.

Im Eingangsbereich stehen Desinfektionsmittelspender für die Besucher.

„Je nach Zeitfenster dürfen sich bis zu 300 Menschen auf der Außenanlage des Verwells aufhalten. Einen Mundschutz müssen sie dort nicht mehr tragen“, erklärt der stellvertretende Badleiter. Ganz klar gilt trotzdem sowohl im als auch außerhalb des Beckens: Abstand halten. „Kinder dürfen nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten kommen, der, wie auch schon vorher, die volle Aufsichtspflicht hat.“

Der Dauer der Schwimmfenster entsprechend wurden die Eintrittspreise angepasst. Ein Erwachsener zahlt 4,50 Euro pro Nase, Kinder 2,50 Euro. 20-Stunden-Karten, Rabatte oder Aktionen gelten derzeit nicht.

Das gelbe Klebeband auf dem Boden weist auf die Sicherheitsabstände hin.

„Man muss aber bei all diesen Maßnahmen dazu sagen, dass wir uns in einer Testphase befinden. Alles kann sich jederzeit kurzfristig ändern. Wir geben unser Bestes, trotz Corona unseren Gästen ein schönes Badeerlebnis zu ermöglichen, sind aber auf die Kooperation sowie die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein der Leute angewiesen. Sollten sich die Besucher nicht an die Regeln halten, müssen wir von unserem Hausrecht Gebrauch machen“, mahnt der Badeleiter. „Diese außergewöhnliche Situation erfordert nun mal Erfahrungen, die wir erst noch sammeln müssen.“

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