Neuntklässler proben den „Ernstfall“

Rauchende Köpfe beim Bewerben

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Carina Srüwer hinterließ beim Bewerbungsgespräch einen positiven Eindruck bei Maike Jaschok.

Verden - Stellenanzeigen sichten, telefonieren, Bewerbungen schreiben, den Einstellungstest absolvieren und schließlich beim Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck machen – 47 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs neun der Klaus-Störtebeker-Schule begeben sich in diesem Jahr auf die Bewerbungsrallye.

Organisiert wird der Marathon schon seit 2005 von Petra Laue, Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft. Die Rallye ist ein Baustein der intensiven Berufsvorbereitung an der Klaus-Störtebeker-Schule.

Am ersten Tag mussten sich die Schüler anhand fiktiver Stellenanzeigen um Ausbildungsplätze bewerben. Zur Auswahl standen die Berufe: Koch/Köchin, medizinische/r Fachangestellte, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Friseur/in, Restaurantfachmann/-frau, Tischler/in, Mechatroniker/in oder Fachlagerist/in.

Allerdings gab es einen kleinen Haken: In den Anzeigen fehlten wichtige Informationen, die die Schüler telefonisch erfragen mussten. „Das fällt nicht jedem leicht, einige waren schon sehr aufgeregt, aber es hat schließlich sehr gut geklappt“, erzählt Petra Laue.

Dann ging es ans Schreiben der Bewerbungen. Vom Foto bis zur äußeren Form – alles musste so aussehen, wie es auch ein echter Arbeitgeber erwartet. Nach Auswertung der Mappen durch die Lehrkräfte rauchten dann die Köpfe beim Einstellungstest. Auch hier lief alles unter realistischen Bedingungen ab.

Unter Zeitdruck mussten Fragen aus den Bereichen Mathematik, Rechtschreibung, Allgemeinwissen und räumliches Vorstellungsvermögen beantwortet werden.

Höhepunkt der Bewerbungsrallye aber waren in dieser Woche die Vorstellungsgespräche. Damit die Situation für die Schüler möglichst echt wirkte, schlüpften externe Kooperationspartner, in diesem Jahr von der AOK und Dodenhof, in die Rolle der Personalchefs.

Maike Jaschok von der AOK unterhielt sich mit Carina Strüwer. Die junge Frau hatte sich um eine Stelle als Friseurin beworben. Offen und locker erzählte sie von sich und nahm ihr Gegenüber sofort für sich ein. „Das war ein tolles Gespräch, Sie haben eine offene und nette Art und sich gut informiert“, lobte Maike Jaschok die Schülerin.

Dennis Hart blieb weniger locker und konnte Maike Jaschok alias Personalchefin Schreiber nicht wirklich von seinen Beweggründen überzeugen „Ich hätte Sie nicht genommen“, sagte sie dem Bewerber um eine Lehrstelle als Mechatroniker ohne Umschweife. Sie empfahl dem Schüler ein Praktikum und gab ihm, damit er sicherer wirke, den Tipp: „Gerade sitzen und Schultern zurück.“

Die einzelnen Bereiche der Bewerbungsrallye fließen in die Benotung im Fach Wirtschaft ein. Für erfolgreiche Teilnahme gibt es ein Zertifikat. Es bescheinigt die Ausbildungsreife und kann so ein Auswahlkriterium für potenzielle Arbeitgeber sein.

ahk

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