Kooperationsvereinbarung unterschrieben

Neues Zeitalter für das Gemeindezentrum am Plattenberg

+
Vereinbarung geschlossen: Lutz Brockmann und Volker Kriedel (v. l., sitzend) mit Silja Weßelmann und Ulf Bergmann.

Verden - Zwei Unterschriften waren nötig, damit ein neues Zeitalter für das Gemeindezentrum am Plattenberg beginnen kann. Nachdem der Rat zugestimmt hatte, stand dem Kooperationsvertrag des Gemeindezentrums mit der Stadt Verden nichts mehr im Wege. Ein Begegnungszentrum soll damit in einem Wohnviertel entstehen, dem es genau an solchen Gelegenheiten fehlt.

Die Vertreter der beiden Vertragspartner trafen sich im Bürgermeisterbüro, um die Vereinbarung zu schließen. Danach übernimmt die Stadt zunächst bis 2020 jährlich Kosten von 30 000 Euro. Für das Gemeindezentrum steht viel Arbeit an. Beide Seiten sollen aber profitieren.

6000 Menschen sollen einander nähergebracht werden

Bürgermeister Lutz Brockmann: „Hier gibt es nichts mehr, wo man sich zufällig treffen könnte.“ Immerhin leben rund um das Gebäude der Nikolaigemeinde an die 6000 Menschen, die einander wieder nähergebracht werden sollen.

Das Projekt hat eine längere Geschichte und geht auf eine Initiative der früheren Pastorin Stefanie Ott-Frühwald zurück. Sie war der Ansicht, dass die Kirchengemeinde mehr Verantwortung für den Stadtteil übernehmen müsse. Mit dem Kirchenvorstand hatte sie schnell einen Partner an ihrer Seite und reichte ein Pilotprojekt ein, zu dem die Landeskirche aufgerufen hatte. Zehn Bewerber, darunter die Gemeinde St. Nikolai, wurden mit der Zusage einer Förderung ausgewählt.

Ältere Einwohner wünschen sich wohnungsnahe Treffpunkte

Silja Weßelmann, seit Kurzem verantwortlich für Gemeinwesenarbeit bei der Stadt Verden, kennt das Viertel inzwischen und weiß um die Lücke, die hier geschlossen werden müsste. „Mehr, als dass der Spielbus Friedolin hier regelmäßig Station macht, wird nicht angeboten.“ Den Bedarf sieht auch der Bürgermeister: „Die Menschen werden älter, sind nicht mehr so mobil und möchten wohnungsnahe Treffpunkte.“

Das könne die neue Begegnungsstätte am Plattenberg bieten. Das Gebäude sei modernisiert worden und barrierefrei. Die Räumlichkeiten seien außerdem so gestaltet, dass sie von der Kirchengemeinde ebenso wie von der Stadt genutzt werden könnten. „Beides geht hier gut nebeneinander her.“

Projektteam sucht Unterstützung

Mit den Unterschriften ist es nun möglich geworden, nach der richtigen Person zu suchen, die viele Ideen einbringt und die Begegnungsstätte lebendig werden lässt. Die zurzeit sechsköpfige Projektgruppe hat die volle Unterstützung des Kirchenvorstands mit Volker Kriedel an der Spitze und kann an die Arbeit gehen.

Jeder, der sich zusammen mit ihnen im Gemeindezentrum am Plattenberg engagieren möchte, ist willkommen. Leiter der Projektgruppe Begegnungszentrum ist Ulf Bergmann.

wen

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Islamistischer Terroranschlag in Barcelona mit vielen Toten

Islamistischer Terroranschlag in Barcelona mit vielen Toten

IGS Rotenburg ist Partnerschule des DFB

IGS Rotenburg ist Partnerschule des DFB

Bilder: Tote und viele Verletzte nach Terrorattacke in Barcelona

Bilder: Tote und viele Verletzte nach Terrorattacke in Barcelona

Übung des Ortsvereins Bassum und des Technischen Hilfswerks

Übung des Ortsvereins Bassum und des Technischen Hilfswerks

Meistgelesene Artikel

Das Gefühl, Gutes zu tun, gab’s für Gäste gratis dazu

Das Gefühl, Gutes zu tun, gab’s für Gäste gratis dazu

Radfahrer übersehen: 16-Jähriger schwer verletzt

Radfahrer übersehen: 16-Jähriger schwer verletzt

Verlegenheitslösung mit vielen Fragezeichen

Verlegenheitslösung mit vielen Fragezeichen

Bäume stürzen auf L 155

Bäume stürzen auf L 155

Kommentare