Erstes Projekt des Förderkreises Aller-Weser-Klinik / Vorsitzender Reichelt: Kardiologie der Anfang

Neues Dialysegerät für Klinik Verden „Gold wert“

Erstes Projekt für die Aller-Weser-Klinik: Förderkreis-Vorsitzender Wolfgang Reichelt (Mitte) übergibt Chefarzt Ralf Weßel (r.) in Anwesenheit von Gunda Hoppe, Ingo Neumann und Marianne Baehr (v.l.) das Dialysegerät.
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Erstes Projekt für die Aller-Weser-Klinik: Förderkreis-Vorsitzender Wolfgang Reichelt (Mitte) übergibt Chefarzt Ralf Weßel (r.) in Anwesenheit von Gunda Hoppe, Ingo Neumann und Marianne Baehr (v.l.) das Dialysegerät.

Verden/Achim – Patienten, die stark geschwächt in die Klinik eingeliefert werden, in der Kardiologie etwa, oder auf der Intensivstation. Und dann kommt Nierenversagen hinzu. „Da kann nicht mit einem normalen Dialysegerät geholfen werden“, sagt Ralf Weßel, Chefarzt für Innere Medizin und Kardiologie, „das schwächt den Körper zu sehr.“ Man habe schon Patienten abweisen müssen. Spätestens seit gestern ist dieses Problem keines mehr. Der Förderkreis Aller-Weser-Klinik übergab ein Spezialdialysegerät, das die sonst gut dreistündige Blutwäsche kräfteschonend auf den ganzen Tag verteilt. „Es ist Gold wert“, so Weßel. Die Innovation ist wie berichtet die erste Hilfsmaßnahme des Förderkreises, der im Frühjahr an den Start gegangen war. „Weitere Projekte sollen folgen“, sagt Vorsitzender Wolfgang Reichelt.

Für die Aller-Weser-Klinik bedeute dieser Schritt einen Ausbau der Schwerpunkt-Versorgung im Bereich der Herzschwäche in Verden. Weßel: „Damit reduziert sich die Zahl der Patienten, die aufgrund fehlender Behandlungskapazitäten mit Dauer-Dialysegeräten in ein anderes Krankenhaus verlegt werden müssen.“ Und das nicht nur in einer Variante, die schon bei einem einzigen Patienten mit diesen Symptomen an Kapazitätsgrenzen stößt. „In diesem Jahr wurde das erste Dialysegerät dieser Art in Betrieb genommen, das zweite folgt nun durch die Spende des Förderkreises.“

Die Resonanz auf die neu gegründete Initiative hatte den Vorstand um den Vorsitzenden Wolfgang Reichelt, dessen Stellvertreter Ingo Neumann und die Schatzmeisterin Gunda Hoppe überrascht. Innerhalb weniger Monate schnellten Mitgliederzahlen und Spendensummen in unerwartete Höhen. Mit Stand gestern haben sich 50 Einzelpersonen und Firmen der Initiative angeschlossen, und dies aus dem gesamten Landkreis Verden von Ottersberg bis Dörverden. Gleichzeitig überschritten die eingegangenen Zuwendungen die Marke von 40 000 Euro. Das neue Dialysegerät schlägt mit einem Betrag von 23 000 Euro zu Buche. Die nächsten Ziele seien weit gefasst. Reichelt: „Zunächst die Kardiologie, später die Schlaganfall-Behandlung.“

Privatpersonen sind mit mindestens 100 Euro im Jahr dabei, Firmen mit mindestens 300 Euro. Man bedanke sich ausdrücklich bei allen Spendern, sagte Reichelt. Einzelne Engagements reichten jedoch deutlich darüber hinaus. „Besonders erwähnen möchten wir zwei Spenden von jeweils 10 000 Euro, eine Spende über 2 000 Euro und eine großzügige Spende von den Pensionären der Kreissparkasse, die in diesem Jahr sogar auf ein Weihnachtsgeschenk verzichtet haben.“ Wichtig auch, so Reichelt, dass der Förderkreis als gemeinnützig anerkannt sei und jeder für seine Zuwendung eine Spendenquittung erhalte.

Für die Kliniken ein wesentlicher Baustein bei der Versorgung mit medizinischem Gerät. Hier seien die Krankenhäuser chronisch unterversorgt, so AWK-Geschäftsführerin Marianne Baehr. Mit einem Betrag von 150 000 Euro müsse man auskommen für sämtliche Beschaffungen vom Computer bis zur Dialyse, benötigt werde aber ein Betrag von gut einer halben Million Euro. Um einigermaßen über die Runden zu kommen, freue man sich über die Unterstützung des Landkreises, freue sich aber besonders über das Engagement des Fördervereins.

Info

Nähere Info zu Spendenmöglichkeiten bei Schatzmeisterin Gunda Hoppe unter Telefon 04231/678131 oder per Mail unter gunda.hoppe@block.eu

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