„Kultur für alle“

Verdener Tintenklecks setzt auf Veranstaltungen und Kooperationen

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Der Tintenklecks erscheint im Internet als Baustelle. Nach der Umbauphase stehen jetzt die ersten Vorhaben vor der Umsetzung.

Verden – „Kultur für alle – Vor Ort“: Das ist das neue Motto und die Aufgabe, die sich der Verein Tintenklecks nach der Neuausrichtung gesetzt hat. „Die Angebote sind grundsätzlich offen für alle. Jeder ist willkommen und die Kultur geht dorthin, wo die Menschen sind und schafft so auch Brücken zu Angeboten, die schon existieren“, erklärt die Vorsitzende Margarete Meyer.

Nach dem Rückzug aus der Ganztagsbetreuung hatte der Verein einen umfassenden Bereich seiner Aktivitäten verloren und freie Kapazitäten für eine Neuausrichtung. „Der Verein hat sich auf den Weg gemacht, um sich als Träger für kulturelle Bildung zu empfehlen“, fasst Meyer das Ergebnis zusammen. Unterschiedliche Formate seien angedacht oder auch zum Teil schon in Vorbereitung.

Gleichzeitig biete der seit Jahren gut vernetzte Verein Tintenklecks Kulturschaffenden und Institutionen ein Forum zum Austausch. Langfristiges Ziel könnte ein lokales bildungskulturelles Bündnis sein, in dem sich Verdener Akteure zusammenschließen, sich vernetzen und voneinander profitieren und Aktionen organisieren.

Das wohl seit Jahren bekannteste Format Tanz macht Schule will der Verein fortführen. Die Ausschreibung für dieses Jahr gehe bald raus. Wie immer beginnt das Projekt nach den Sommerferien mit den Proben. Der Premierentermin im Dezember steht schon.

Die zehnjährige Kooperation mit Tanzwerk Bremen habe nachhaltige Spuren hinterlassen. Schüler und Schülerinnen der Likedeeler Schule hätten nachdrücklich angefragt, ob sie weitertanzen könnten, wenn sie die Schule verlassen. Die Verantwortlichen von Tanzwerk und Tintenklecks besuchten die Lebenshilfe-Werkstatt in Dauelsen und trafen etliche Tanz-macht-Schule-Begeisterte. Das Ergebnis ist, dass jetzt mit den Verantwortlichen in der Werkstatt an einem Vorhaben gebastelt wird.

Auch Theater und Musik sollen zukünftig eine größere Rolle spielen, so die Vorstellung der Aktiven des Vereins. „Natürlich müssen wir schauen und ausprobieren, was sich umsetzen lässt“, sagt die Vorsitzende.

Kultur vor Ort könne auch „Vor Ort lesen“ bedeuten: ein Stuhl, ein Tischchen, ein kleiner Stapel Bücher. Das an unterschiedlichsten und ungewöhnlichen Orten platziert, könnte eine Einladung zum Zuhören oder selber Lesen, eine Weile innehalten, sein. Ab Mai, so der Plan, solle es losgehen. Derzeit bereite sich die Gruppe vor, plane und treffe Absprachen.

„Heute hier, morgen dort“ – das könnte die Überschrift zu Veranstaltungsreihen sein, die heute an einem Ort, in vier Wochen an einem anderen stattfinden und so weiter. Kleine, unkomplizierte Veranstaltungen mit Musik, Theater, Vorträgen und anderem sollen Stadtteile, Einrichtungen und andere Treffpunkte bereichern. Die Idee ist, dass die Aktionen viele Menschen erreichen, indem sie sie aufsuchen.

Ein weiterer Ansatz ist, Kooperationen zu schmieden und so Ressourcen zu bündeln. Auch hier gehe es darum, Kinder und Jugendliche für kulturelle Themen zu begeistern. Dabei denken die Tintenklecks-Macher an Zusammenarbeit mit den Verdener Museen, der Stadtbibliothek, der Kreismusikschule, der Fachschule für Sozialpädagogik. Die Kontakte zu den Einrichtungen seien bereits vielversprechend.

„Schüler-Projekte im Rahmen von Ganztagsangeboten bereicherten schon in der Vergangenheit immer wieder Verdener Schulen“, erinnerte Meyer. Als Beispiel nennt sie ein Steinzeitprojekt mit Schülern und Schülerinnen aus drei Grundschulen zum internationalen Museumstag 2014 im Pferdemuseum. Im selben Jahr hätten Schülerinnen der Fachschule für Sozialpädagogik an den BBS Projekte mit Grundschülern verschiedener Schulen zum Thema Verden meine Stadt gemacht.

Menschen mit Ideen und Talenten seien genauso herzlich eingeladen wie Künstler oder Gruppen, die Lust haben, in Verden aktiv zu werden, sich beim Verein zu melden. Die Vorsitzende ist unter marg.meyer@tintenklecks-verden.de zu erreichen.

Aktive des Tintenklecks treffen sich wieder am Donnerstag, 21. März, um 17.30 Uhr, in den Vereinsräumen Jahnstraße 1. „Interessierte sind herzlich eingeladen“, so Meyer.

Für die Umsetzung von Projektideen sind Spenden immer willkommen. Als gemeinnütziger Verein kann Tintenklecks selbstverständlich Spendenbescheinigungen ausstellen. „Natürlich freut sich der eingetragene Verein auch über Menschen, die den Verein mit ihrer Mitgliedschaft unterstützen möchten“, merkt Margarete Meyer an. 

kle

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