Neue Töne bei Borstels Bläsern

Ganz in Schwarz mit orangefarbenem Schlips, Fliege oder Halstuch sowie Hosenträger. Das Ensemble mit dem neuen „Zwirn“ bei einem Auftritt. Foto: Röttjer

Das neue Jahr startet mit einem neuen Verein in Borstel. Dabei ist er gar nicht so neu. Das Verdener Blasorchester löst sich nur aus dem TSV Borstel und versucht, auf eigenen Beinen zu stehen. Die Verbindung zur Ortschaft und zum Sportverein soll aber eng bleiben.

Verden-Borstel – Die Orchestersparte hatte sich unter den Fittichen des Sportvereins sehr wohl gefühlt, so dass beide bis zuletzt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegten. Deshalb sei die Entscheidung beiden Seiten letztlich doch nicht so leicht gefallen. „Wir machen weiter wie bisher, nur in einem anderen Rahmen“, so der Gründungsinitiator und bisherige Spartenleiter des Orchesters im TSV, Uwe Pätzold. Die Gründungsversammlung wählte ihn zum Vorsitzenden.

„Der bisherige Status des Orchesters beruhte auf Absprachen aus den 1950er-Jahren, und den Verantwortlichen im Orchester und im TSV war schon länger bewusst, dass dies den heute geltenden Bestimmungen nicht mehr entspricht“, erklärte Pätzold. Die jetzt geschaffene Lösung hätte man sowieso mittelfristig treffen müssen, vor allem auch wegen komplizierter werdenden Regelungen des Vereinsrechts.

In der neuen Form soll die 65-jährige Tradition der Turmmusik in Borstel fortgeführt werden, die Mitte der 1950er-Jahre mit der Zusammenlegung der Spielmannszüge Borstel und Verden im TSV Borstel begann. In der Folge orientierte sich das Ensemble unter seinem Gründer und langjährigen Leiter, Josef Schneider, zu einem Blasorchester um.

Pätzold freute sich, dass die Musiker bereit gewesen seien, sich dieser Herausforderung zu stellen und somit im Sommer der Entschluss zur Vereinsgründung gefasst werden konnte. Also trafen sich jetzt 29 Aktive zur Gründungsversammlung. Sie unterzeichneten die Satzung und erklärten damit ihre Mitgliedschaft im Orchester. Auch Aktive, die nicht kommen konnten, müssen noch formell ihren Eintritt erklären.

Einig war sich die Versammlung darüber, dass die in der Präambel verankerte Verbundenheit zum TSV Borstel und zur Dorfgemeinschaft sowie zum Ortsrat gepflegt werden soll. Besonders geht es dabei um die Nutzung der Sporthalle, die dem Orchester schon seit Jahrzehnten als Übungsraum dient.

„Es bleibt also fast alles wie bisher, wir haben unseren Übungsabend am Dienstag um 19.30 Uhr in der Halle und auch unseren Noten- und Instrumentenraum und können nach vorheriger Absprache auch den Konferenzraum nutzen“, so der frischgebackene Vorsitzende. Neben Pätzold wurden noch Ute Schwacke als seine Stellvertreterin und Anja Krüger (neu) als Kassenwartin einstimmig in den geschäftsführenden Vorstand gewählt. Friederike Storch wurde als Notenwartin, Richard Bröll als Instrumentenwart und Harald Röttjer als Pressewart in den Vorstand gewählt. Die musikalische Leitung hat wie bisher Mattis Meyer.

Jetzt ist noch einiges an Büroarbeit angesagt. Anträge auf Eintragung ins Vereinsregister und auf Gemeinnützigkeit sind zu stellen. Auch die seit den sechziger Jahren bestehende Mitgliedschaft im Fachbereich Musik des Niedersächsischen Turnerbundes (NTB) soll bestehen bleiben. Bisher waren die Musiker als TSV-Sparte Mitglied, jetzt muss der neue Verein selbst in den Landessportbund (LSB) eintreten, um im NTB mitarbeiten zu können.

Die musikalische Arbeit konzentriert sich zurzeit auf die Vorbereitung des Gemeinschaftskonzerts mit dem Chor „VER-Voices“, das Anfang Mai in der Stadthalle Verden geplant ist. Das Orchester sucht weiterhin musikalische Verstärkung. Informationen gibt es unter www.verdener-blasorchester.de oder telefonisch bei Uwe Pätzold unter Telefon 04231/82665.   rö

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