Neue Straße an der Stadtkante

So könnte die neue Führung der Straße Am Nordertor über das ehemalige Kaufhallengelände zur Reeperbahn aussehen. Baubeginn des Projektes wäre voraussichtlich im Jahr 2022.
+
So könnte die neue Führung der Straße Am Nordertor über das ehemalige Kaufhallengelände zur Reeperbahn aussehen. Baubeginn des Projektes wäre voraussichtlich im Jahr 2022.

An der Planung der Stadtsilhouette und wie sie im Bereich der Aller auf Höhe der Nordbrücke einmal aussehen soll, wird noch fleißig gearbeitet. Das Drumherum der sogenannten Stadtkante, ihre Erschließung über den Nordertorkreisel, könnte aber schon zeitnah in Angriff genommen werden. Mit dem Bau eines Sandfangs soll das Projekt starten.

Verden – Ob mit Auto, Rad oder zu Fuß, wer durch den Nordertorkreisel in die Verdener Innenstadt will, der biegt für gewöhnlich in die Große Straße ab. Das kann sich auf absehbare Zeit ändern. Zwar bleibt die direkte Anbindung erhalten, doch mit der Entwicklung der Stadtkante und der Bebauung des ehemaligen Kaufhallengeländes wird die Straßenführung in Richtung Aller, parrallel zur Parkpalette, aufgewertet. „Grobe Pläne gibt es schon, mit vorbereitenden Arbeiten könnten wir, wenn es gut läuft, im nächsten Jahr starten“, so Rainer Kamermann, Fachbereichsleiter Straßen und Stadtgrün.

Die künftige Straßenführung steht in der Theorie schon auf dem Reißbrett. Aus dem Nordertorkreisel fährt der Autofahrer in die Straße Am Nordertor. Rechts die Parkpalette, führt der künftige Weg in die Stadt dann am Ende des Baus mit einer Kurve nach links über das noch brachliegende Gelände der ehemaligen Kaufhalle. „Der Anschluss ist als ein kleiner Stummel schon zu erkennen“, so Kamermann. Circa 150 Meter lang, knüpft die Straße direkt an die Blumenwisch an und trifft dort auf die Reeperbahn. Dieser soll die neue Verbindung vom Aufbau und der Größenordnung gleichen. Dazu gehören ein Fußweg und zu beiden Seiten Parkplätze, so der Plan. Wichtig in Zeiten des Klimawandels dürfte die Fortführung der Mauer in Abgrenzung zum Allerpark sein. Das Bauwerk ist Teil des Hochwasserschutzes, endet an der Blumenwisch und ist bislang noch unvollendet. Tritt die Aller über die Ufer, könnte schlimmstenfalls das Wasser über die Blumenwisch in die Stadt laufen „Die Lücke wird geschlossen“, so Kamermann.

Ehe die ersten Baumaschinen anrücken, bedarf es allerdings noch einiger Vorbereitungen sowie Abstimmungen mit den beteiligten Fachbereichen. Der genaue Straßenverlauf, der Kanalbau sowie notwendige Versorgungsleitungen müssten zudem mit den Plänen einer Tiefgarage auf dem Gelände harmonisieren.

Mit dem Neubau der Straße und der Anbindung an die Reeperbahn wird die parallel verlaufende Straße Am Allerufer überflüssig und für den Autoverkehr in Richtung Blumenwisch dichtgemacht. Die Schließung der Straße und deren Rückbau machen zugleich eine Neuorganisation der unterirdischen Leitungen inklusive Abwassersystem notwendig. „Dazu gehört auch der Neubau eines sogenannten Sandfangs“, sagt Christian Mattke, Projektleiter beim Eigenbetrieb Abwasser. Ein Sandfang ist so etwas wie eine Mini-Kläranlage. „Darin sammelt sich das gesamte Regenwasser, das aus der Stadt in Richtung Aller fließt“, so Mattke. 600 Kubikmeter fasst das Becken. Der Clou dabei: „Die Fließgeschwindigkeit des Wassers wird durch den Sandfang abgebremst, Schmutz und andere Einträge sondern sich ab. Das davon gesäuberte Wasser fließt dann durch einen Überlauf in die Aller“, erklärt Mattke. Dass die Anlage einwandfrei funktioniert, kontrolliert in regelmäßigen Abständen der Eigenbetrieb Abwasser. Bei Bedarf müssen die zurückgebliebenen Feststoffe aus dem Becken abgefahren werden. Sichtbar ist der Sandfang nicht, nur ein paar Schächte belegen, dass auch im Untergrund gewirtschaftet wird.

Ein grober Zeitplan schwebt den Beteiligten für die Umsetzung bereits vor. Baugebinn des Sandfangs in 2021, Fertigstellung innerhalb eines Jahres bis 2022 und dann könnte auch der erste Spatenstich für die neue Straße getätigt werden. „Alles unter Vorbehalt, aber es wäre schön, wenn es so laufen würde“, so Kamermann.

Von Markus Wienken

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

"Walfriedhof" vor Australien: Hunderte Grindwale tot

"Walfriedhof" vor Australien: Hunderte Grindwale tot

Bratwürste mit Viagra, Gin-Tonic oder Trüffel

Bratwürste mit Viagra, Gin-Tonic oder Trüffel

Kleiner Freund für die Großstadt: Der Citroën Ami im Test

Kleiner Freund für die Großstadt: Der Citroën Ami im Test

Was sich aus ollen Bananen noch zaubern lässt

Was sich aus ollen Bananen noch zaubern lässt

Meistgelesene Artikel

Schulbusbeförderung in Thedinghausen: Probleme, Pannen und ausgesetzte Grundschüler

Schulbusbeförderung in Thedinghausen: Probleme, Pannen und ausgesetzte Grundschüler

Schulbusbeförderung in Thedinghausen: Probleme, Pannen und ausgesetzte Grundschüler
Zwei Umzüge mit Folgen: Café Erasmie muss Torten mit dem Auto anliefern

Zwei Umzüge mit Folgen: Café Erasmie muss Torten mit dem Auto anliefern

Zwei Umzüge mit Folgen: Café Erasmie muss Torten mit dem Auto anliefern
Dörverdenerin möchte sich bei ihrer Ersthelferin bedanken

Dörverdenerin möchte sich bei ihrer Ersthelferin bedanken

Dörverdenerin möchte sich bei ihrer Ersthelferin bedanken
Fünf Millionen Euro für Fledermaus

Fünf Millionen Euro für Fledermaus

Fünf Millionen Euro für Fledermaus

Kommentare