Ausblick bis 2026 im Fachausschuss

Neue Schullandschaft im Landkreis Verden

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Das Domgymnasium hat auf seinem Gelände ebenso wie das Gymnasium am Wall kaum Erweiterungsmöglichkeiten.

Landkreis - Die diversen Schulreformen der zurückliegenden Jahre haben auch im Landkreis Verden die Schullandschaft ordentlich umgestaltet. „Ab nächstem Jahr gibt es im Landkreis Verden keine Haupt- und Realschulen mehr“, stellte Landrat Peter Bohlmann im Fachausschuss des Kreistags fest.

In den Gemeinden scheint mit den Oberschulen zunächst alles weitgehend geklärt zu sein. In den Einrichtungen in Kreisträgerschaft wächst mit der Rückkehr zum Abitur in Klasse 13 der Raumbedarf.

Baumaßnahmen seien im gemeindlichen Bereich eher nicht zu erwarten, berichtete der Verwaltungschef. Zumindest nicht aufgrund der Reformen. Die Schülerzahlen bleiben in den Grundschulen und Oberschulen im Wesentlichen gleich, hatten die Mitarbeiter im Fachdienst Schule, Kultur und Sport ermittelt. 

Die Zahlen, die als Grundlage für die Schulentwicklungsplanung bis 2026 dienen sollen, erwarten aber mit der Rückkehr des 13. Jahrgangs ab 2019 mit 320 Schülern mehr auf den Gymnasien. Etwa so groß sei die Zahl gewesen, als vor Jahren das Abi in Klasse 12 eingeführt wurde, und damit ein Jahrgang auf der Schule wegfiel.

Geburtenzahlen bei Entwicklung berücksichtigen

Bei der Auswertung seien die Geburtenzahlen und die Bevölkerungsentwicklung berücksichtigt worden. Erneut wies Bohlmann darauf hin, dass nicht die Zuwanderung von Flüchtlingen zu einem erhöhten Bedarf an Schulraum führe. Vielmehr sei der Zusammenhang mit der Ausweisung von Baugebieten in den Gemeinden deutlich erkennbar. Zuzug von Familien und entsprechende Geburtenzahlen belegten das.

Gesetzlicher Auftrag des Schulträgers sei, den Bedarf an Schulraum und Ausstattung zur Verfügung zu stellen, erklärte Bohlmann den Sinn der Schulentwicklungsplanung. Dabei sei aber zugleich aus Gründen der Haushaltsführung zu vermeiden, dass Leerstände entstehen.

Die Zugangsquote der Schüler, die von den Grundschulen kommen und auf das Gymnasium als weiterführende Schule wechseln, werde bei 45,4 Prozent bleiben. So erwartet das die Behörde. In den Oberstufen müssten künftig also Schüler eines ganzen Jahrgangs zusätzlich untergebracht werden. Genauere Voraussagen über die Verteilung seien aber kaum möglich, weil nicht absehbar ist, wie sich eine zusätzliche Integrierte Gesamtschule (IGS) auswirken wird.

Erste Baumaßnahmen bereits in Vorbereitung

Die erste Baumaßnahme sei allerdings bereits im Kreishaus in Arbeit: die Erweiterung des Gymnasiums am Markt in Achim um sechs Klassen- und zwei Fachräume. „Das war aber zu erwarten, weil das Gamma zunächst nicht mit einer Oberstufe geplant sei“, erklärte Bohlmann. Erweiterungsmöglichkeiten für die beiden Verdener Gymnasien auf ihrem Gelände sah der Landrat nicht. Aber mit den neu geschaffenen drei Klassenräumen im Gebäude der Kreismusikschule, könne man zumindest flexibel reagieren.

Ausschussmitglied Dr. Jörg Peters, der als Lehrer des Gymnasiums am Wall schon Erfahrungen mit der Lösung hat, war nicht glücklich mit der Perspektive für Kollegen und Schüler. Insgesamt aber würdigte das Gremium die Planungsgrundlage als hilfreiches Instrument.

kle

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