Losglück für Bewerber aus Achim, Langwedel und Thedinghausen

Neue Patenschaft für Jungstörche

Als die neuen Paten Arnold Ruff (Bild links) und Claus Lüers ihre Patenstörche kennenlernen, ist die Freude groß.  
Fotos: KOMMNICK
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Als die neuen Paten Arnold Ruff (Bild links) und Claus Lüers ihre Patenstörche kennenlernen, ist die Freude groß.
  • Bjarne Kommnick
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Verden – Jonas, Gustav, Linus und Dexter – vier Jungstörche aus der Storchenstation in Dauelsen – haben dank Claus Lüers aus Thedinghausen, Bernhard Lübben aus Achim, Arnold Ruff aus Baden und Birte Krawinkel und Frank Hermann aus Langwedel neue Paten gefunden. Insgesamt waren mehr als 90 Bewerber an einer Patenschaft interessiert, die der Weißstorch-Verein in einer Kooperation mit der Verdener Aller-Zeitung vor rund vier Wochen ausschrieb.

Der Pate bezahlt einmalig 50 Euro und erhält, neben einer Urkunde, die Möglichkeit, den Namen des Storchens festzulegen und über die Aktivität des Vogels informiert zu werden.

Als Bernhard Lübben seinen Patenstorch Gustav das erste Mal sieht, ist die Freude groß: „Ich möchte als Pate vor allem meine Anerkennung für die Arbeit hier vor Ort ausdrücken.“ Lübbens Patenstorch fiel im Alter von zwei Wochen in Armsen aus seinem Nest, überlebte, und kam zur Rehabilitation in die Storchenstation, wo sich Petra Müller und ihr Sohn Niklas um das Jungtier kümmern. „Die 50 Euro stehen nicht damit im Verhältnis, wie viel hier wirklich geleistet wird, ich bin sehr dankbar, dass es den Verein gibt“, so Lübben.

Frank Hermann und Birte Karwinkel mit Patenstorch Dexter.

Claus Lüers freut sich ebenfalls über seine Patenschaft mit Storch Jonas. Doch bis zu seinem Geburtstag wusste der Thedinghauser noch nichts von seinem Glück. Seine Ehefrau Ursula verrät: „Das war ein Geburtstagsgeschenk, ich bin froh, dass es geklappt hat.“

Das Ehepaar – das gerne reist – hofft auf eine positive Nachricht aus der Ferne: „Such dir einen schönen Platz aus, lass dich dort gesund blicken und dann reisen wir dir nach“, gibt Claus Lüers seinem Patenstorch Jonas mit auf den Weg.

Silke Brünn, Schatzmeisterin des Weißstorch-Vereins, erinnert sich: „Einige unserer Störche wurden bereits gesund in Spanien oder Israel gesichtet, sodass die Paten anschließend über den Aufenthaltsort informiert werden konnten.“ Lüers scherzt: „Isreal klingt gut, da waren wir noch nicht.“ Doch auch ohne potenzielle Sichtung ihres Storches lohne sich die Patenschaft für das Ehepaar: „Das ist einfach eine tolle Sache“, so Lüers, und Brünn erinnert: „Neuigkeiten unserer Störche sind auch nicht immer gut, wenn man gar nichts hört, ist das auch oft ein gutes Zeichen.“

Bernhard Lübben und „Storchenmutter“ Petra Müller mit Patenstorch Gustav.

Arnold Ruff aus Baden ist neuer Pate von Storch Linus. Der Name ist kein Zufall: „Mein Urenkel heißt so, ich widme ihm die Patenschaft.“ Ähnlich wie Storch Linus sei auch Urenkel Linus sehr extrovertiert: „Das passt wie die Faust aufs Auge“, so Ruff und ergänzt: „Natürlich übernimmt man so eine Patenschaft zum Spaß, aber wenn ich damit noch die gute Sache unterstützten kann, ist das umso besser.“ Zudem hätte er nicht erwartet, dass das Losglück auf ihn falle: „Das freut mich umso mehr, bei so vielen Bewerbern hätte ich damit nicht gerechnet.“

Auch Birte Krawinkel und Frank Hermann aus Langwedel übernehmen eine Patenschaft für Storch Dexter: „Wenn ich morgens an der Station vorbeifahre, sind meistens extrem viele Störche auf den Wiesen, das ist wirklich faszinierend“, beschreibt Hermann. Seine Freundin Birte Krawinkel sei ebenfalls überrascht gewesen, dass die beiden die Patenschaft bekommen haben: „Das hat mich extrem gefreut.“

Bernhard Lübben und „Storchenmutter“ Petra Müller mit Patenstorch Gustav.

Petra Müller, Leiterin der Storchenstation, hilft, seit mehr als 16 Jahren Storchen wieder auf die Beine: „In den vergangenen vier Jahren haben wir 21 Störche bei uns gehabt.“ In manchen Fällen habe sich Müller für die Versorgung junger Störche viele Nächte um die Ohren geschlagen: „Man ist mit Herzblut dabei und entweder man kümmert sich ganz oder gar nicht.“ Zum Herbst werden sich die aufgepäppelten Jungvögel erstmalig Richtung Süden aufmachen. Dann dauert es knapp drei Jahre – bis zur Geschlechtsreife – bis eine Rückkehr nach Deutschland wahrscheinlich ist. Das Wichtigste sei, dass die Tiere nicht wie in einem Zoo gehalten werden: „Die sollen danach auch eigenständig in der Natur klar kommen“, so Müller.

Von Bjarne Kommnick

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