Rodungen der kommenden Zufahrten durchgeführt / Jetzt werden Krähen umgesiedelt

Neue Nordbrücke in Verden: Erste Arbeiten erledigt

Abgeholzte Brückenzufahrt
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Zurzeit unter der Schneedecke: Der abgeholzte Abschnitt zwischen Nordertorkreisel und Altbrücke.

Die Bauarbeiten für die neue Nordbrücke über die Aller in Verden haben begonnen. Bis zu den ersten Fahrten über das kommende Bauwerk in zweieinhalb Jahren wurde ein enger Zeitplan aufgestellt.

  • Die Zufahrten der neuen Brücke wurden freigeschnitten
  • Zuverlässigkeitssiegel des Altbaus schon fast verstrichen
  • Kostenvolumen aktuell auf 34 Millionen Euro geschätzt

Und auch wichtig: Nach dem Drama um den Denkmalschutz der Altbrücke im vergangenen Jahr ist zumindest der Start der Neubauarbeiten planmäßig verlaufen. Ob Astwerk, ob Strauch, ob bis zu 40 Zentimeter dicke Baumstämme, vor allem Pappeln – alles was auf der kommenden Zufahrt stand, musste beseitigt werden, und zwar jetzt. „Solche Arbeiten sind wegen der anschließenden Vogelbrutzeit nur bis Ende Februar erlaubt“, so Graue. Gleichzeitig begann damit ein Umzug der etwas anderen Art: Die Krähen, die in den nächsten Monaten in diesem Bereich erwartet werden, sie müssen umgesiedelt werden und das auch akzeptieren. Die schwarzen Vögel mit dem nachgewiesen hohen Intelligenzquotienten seien aus den Pappeln an der B 215 in die Pappeln nördlich des geplanten Brückenbaus zu überführen, und das auf artenschutzrechtliche Art schon ab sofort, heißt es im 50seitigen Planfeststellungsbeschluss, der im Herbst vergangenen Jahres ergangen ist.

Wo jetzt schon Bäume und Sträucher abgeholzt wurden, soll ab dem kommenden Frühjahr die Zufahrt der neuen Nordbrücke gebaut werden.

Nächste Aktivitäten auf der Baustelle werden erst wieder Anfang Oktober erwartet. „Dann sind vorbereitende Maßnahmen fällig, vor allem die Anpassung der Entwässerungsanlage“, so Graue. Nach dem Frühjahrshochwasser des Jahres 2022 folge der Tiefbau der Brücke, im Herbst des Jahres 2022 der Hochbau und ab dem Herbst 2023 könne der Verkehr über die neue Strecke rollen. Muss er auch. Die bisherige Brücke hatte mit der monatelangen Sanierung in den Jahren 2014 und 2015 noch einmal ein Zuverlässigkeitssiegel für zehn Jahre erhalten. Diese verlängerte Lebensdauer läuft Mitte des Jahrzehnts ab. Der Abriss des Altbaus folgt 2024.

Wo jetzt schon Bäume und Sträucher abgeholzt wurden, soll ab dem kommenden Frühjahr die Zufahrt der neuen Nordbrücke gebaut werden.

Untätig bleiben die Bauherren allerdings auch in diesem Sommer nicht. Nachdem wie berichtet der Bauwerksentwurf der taubenblauen Brücke den Segen der Bundesverkehrsministeriums erhalten hatte, durchlaufe das Projekt jetzt das Verfahren zur Aufnahme in den Straßenbauplan. Das Okay werde im Frühjahr erwartet. Damit sei der Neubau auch haushaltstechnisch abgesichert, so dass die Ausschreibung erfolgen dürfe. Ausgearbeitet sei sie bereits, das Verfahren könne also sofort nach der Zusage aus Berlin eingeleitet werden.

Gleichzeitig waren die Baukosten noch einmal nach oben korrigiert worden. Eine Hochrechnung im Dezember kam wie berichtet zu einem Volumen von 34 Millionen Euro. „Daran hat sich bisher nichts geändert“, so Graue.

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