Förderung  für Haus- und Wohnungseigentümer

Neue Fenster gegen den Bahnlärm

Nach dem Bau von Schallschutzwänden folgt nun der Einbau von lärmdämmenden Fenster. Zunächst muss jedoch geprüft werden, wer Anspruch auf Förderung hat.

Verden – „Wir sind der Überbringer der guten Nachricht“, sagt Bürgermeister Lutz Brockmann und verdeutlicht damit die Rolle des Rathauses bei der Lärmsanierung entlang der Bahn in der Verdener Kernstadt.

Dort können Haus- und Wohnungseigentümer beim Einbau von Lärmschutzfenstern und/oder schallgedämmter Belüftungsanlagen in den Genuss von Fördermitteln kommen. Die Stadt stellt den Kontakt her zwischen den Immobilienbesitzern und der Deutschen Bahn. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.

Im Rahmen eines mehr als 20 Jahre alten Sonderprogramms stellt der Bund jährlich 100 Millionen Euro zur Verfügung, um Anwohner besser vor Bahnlärm zu schützen. Betroffene Eigentümer, die sich für neue Fenster entscheiden, müssen so nur ein Viertel der Kosten selber aufbringen. Den großen Batzen von 75 Prozent übernimmt das Bundesverkehrsministerium.

Nachdem der sogenannte aktive Lärmschutz durch den Bau entsprechender Wände in der Kernstadt so gut wie abgeschlossen ist und die Deutsche Bahn die Grenzwerte nach unten korrigieren musste, weil sie den „Schienenbonus“ verloren hat, kann nun mit dem passiven Schutz begonnen werden.

750 Hausbesitzer angeschrieben

Mehr als 750 Hausbesitzer in der Kernstadt, links und rechts der Schienen, erhalten jetzt Post aus dem Rathaus. Der Brief enthält auch einen Rückmeldebogen, den es auszufüllen gilt. Wer hier das „Ja“ ankreuzt, bekundet sein Interesse an einer Lärmsanierung. Ganz unverbindlich, auch was Kosten betrifft.

Nicht alle angeschriebenen Eigentümer werden tatsächlich einen Anspruch auf den üppigen Zuschuss haben. Oder aber es sind nicht alle Fenster eines Objektes förderfähig, weil Schall sich je nach Reflexion unterschiedlich bemerkbar macht. Diese Umstände gilt es zu prüfen.

Dafür wird die Deutsche Bahn Gutachter entsenden. Sie stellen vor Ort fest, wer in den Genuss der Förderung kommt, beantworten individuelle Fragen und ermitteln vor allem die Höhe der förderfähigen Kosten.

Gutachter-Besuch empfohlen

Erst dann, wenn der Eigentümer weiß, welche Ausgaben auf ihn zukommen können, muss er sich entscheiden, ob er tatsächlich neue Fenster vom Handwerker seines Vertrauens einbauen lassen möchte.

Er hoffe, dass sich viele Hausbesitzer zunächst für den kostenlosen Besuch des Gutachters und dann auch für die Lärmsanierung entscheiden, betont Brockmann. „Es ist eine einmalige Gelegenheit, 75 Prozent der Kosten bezahlt zu bekommen“, sagt er. Und letztlich gehe es dabei auch um die eigene Gesundheit, um ein gesünderes Wohnen. 

kp

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