Drei Beschlüsse im Rat

Neue Domizile für Feuerwehr und Justiz

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Hier könnte das neue Feuerwehrhaus stehen.

Lange Sitzung, am Ende aber nur drei Beschlüsse: Der Verdener Stadtrat hatte am Dienstag allein acht Anträge in die zuständigen Fachausschüsse zu verweisen.

Verden – Eine inhaltliche Diskussion fand also noch gar nicht statt. Die jeweiligen Fraktionen nahmen sich jedoch viel Zeit für ihre Ausführungen.

Anträge

Gleich fünf Anträge hatte die CDU vorgelegt: die Ausstattung städtischer Gebäude mit Defibrillatoren (verwiesen in den Ausschuss für Finanzen und Vermögen); das Anbringen von Tafeln mit den Namen der Gefallenen der beiden Weltkriege an einem zentralen Denkort, dem Ehrenmal am Johanniswall (Kulturausschuss); die Überarbeitung des städtischen Sportstättenleitplanes von 2008 (Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales); die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes dahingehend, dass in Fahrstuhlnähe zwei bis drei Taxistellplätze entstehen, sowie die Schaffung von zwei Taxistellplätzen auf dem Anita-Augspurg-Platz und das Ausstatten des Alleruferweges mit Rettungsringen (beides verwiesen an den Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Marktwesen).

Bündnis 90/Die Grünen beantragten: die Unterschrift Verdens auf der Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ und den Beitritt zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ (Ausschuss für Straßen und Stadtgrün) sowie die Aktualisierung der 37 Jahre alten Altstadtsatzung (Ausschuss für Stadtentwicklung).

Mit dem Antrag der SPD auf den Bau bezahlbarer und zum Teil barrierefreier Mietwohnungen entlang der Großen Fischerstraße und über dem Parkplatz Untere Straße wird sich demnächst der Ausschuss für Finanzen und Vermögen befassen.

Feuerwehren

Nachdem Ende April schon der Feuerschutzausschuss sowie die beiden Ortsräte Döhlbergen-Rieda und Hönisch-Hutbergen grünes Licht gegeben haben, stimmte auch der Rat für das sogenannte Raumprogramm der Feuerwehren in den Ortschaften.

Für beide Gebäude besteht ein dringender Investitionsbedarf, da sie nicht mehr den Vorschriften der Feuerwehrunfallkasse entsprechen. Beide Wehren arbeiten schon lange zusammen, damit vor allem bei Einsätzen am Tag genügend Kräfte im Aller-Weser-Dreieck zur Verfügung stehen.

Eine Arbeitsgruppe entwickelte nun die Idee, das Domizil in Döhlbergen-Rieda so zu erweitern und zu modernisieren, dass ein Fahrzeugstellplatz und Umkleidekabinen für 25 Aktive zur Verfügung stehen. In Hönisch, zentral gelegen an der B  215, soll ein neues Feuerwehrhaus entstehen, das beide Ortswehren für ihre gemeinsame Jugendfeuerwehr, für Unterricht und Übungen nutzen können.

„Ein wunderbarer Vorschlag“, fasste Bürgermeister Lutz Brockmann zusammen. Wolf Hertz-Kleptow (CDU), Ortsbürgermeister von Hönisch, dankte den Feuerwehren „für die konstruktive Diskussion“. Dietmar Teubert (SPD) lobte zudem die Ortsräte dafür, „dass sie diese Idee mittragen“. Zudem hoffe er, „dass nun auch Neubürger in die Feuerwehr eintreten und dass wir viele Jugendliche dafür gewinnen“.

Der nächste Schritt Richtung Umsetzung des Raumprogramms sind nun Verhandlungen mit dem Eigentümer des Grundstücks an der Hönischer Kreuzung und dann die Schaffung des entsprechenden Baurechts.

Am Allerufer 8

Die Justiz in Verden benötigt Räume, damit sie ihre Gebäude am Johanniswall sanieren kann. Die Stadt Verden kann diese Räume bieten, am Allerufer 8, dort, wo ehemals der Sanitärbetrieb Meyer seinen Standort hatte.

Einstimmig beschloss der Rat, die nunmehr stadteigene Immobilie zu einem Bürogebäude umzubauen. Und zwar so, dass es – falls die Justiz wieder ausziehen sollte – auch für andere Nutzer attraktiv ist. „Städtebaulich eine Chance“, befand Jens Richter (CDU), der gleichzeitig mahnte, die Kosten genau im Blick zu haben. Denn die aktuelle „überhitzte Phase im Baubereich“ erschwere die Kalkulation.

Mit breiten Grinsen tat Jürgen Weidemann (FDP) für seine Fraktion kund: „Wir finden das klasse.“ Denn die Justiz und damit das Land Niedersachsen, das sei „ein Mieter, nach dem sich jeder Vermieter die Finger leckt“, freute sich der Liberale.

Grüner Jäger

Keine Entscheidung fiel über die Benennung eines Weges nach dem Hotel, das bis vor gut einem Jahr in seiner Nähe stand: Grüner Jäger.

Während Bärbel Rater (Bündnis 90/Die Grünen) die Zustimmung als eine „klare Kiste“ wähnte, stellte Ingo Neumann (SPD) einen Gegenantrag. Er erinnerte an die zahlreichen Feste, die die Verdener im Grünen Jäger gefeiert hätten und betonte, dass der Hotelbetrieb eng mit dem Namen Matthäi verbunden ist.

Verden habe nicht oft die Möglichkeit, Straßen und Wege nach Persönlichkeiten des Ortes zu benennen, so Neumann. Sein Antrag, der fußläufigen Verbindung zwischen der Bremer Straße und der Bahnunterführung am Bürgerpark den Namen Matthäi-Weg zu geben, erhielt auch Beifall aus den Reihen der CDU. Jürgen Weidemann hatte aber noch Beratungsbedarf. Seinem Antrag auf Vertagung stimmte der Rat uneingeschränkt zu.

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