Karte weist noch förderfähige Bereiche aus

Neue Anträge für bessere Breitbandversorgung

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Die Breitbandversorgung im Landkreis. Rote und orange Flecken sind förderfähig.

Landkreis - Mit einem dicken Stapel Förderbewilligungen war die Landesbeauftragte Jutta Schiecke im Mai nach Verden gekommen. Mit Hilfe von insgesamt fast einer Million Euro EU-Mitteln kann jetzt auch in den abgelegeneren Teilen des Kreisgebiets das Tempo auf der Datenautobahn angehoben werden. Die Umsetzung der Pläne ist noch in Arbeit, aber im Kreishaus bereitet André Schubert schon die nächsten Anträge zum Breitbandausbau vor.

Bislang hatte die EU ihre Fördergrenze gezogen, wenn die Breitbandleitungen in den Haushalten und Betrieben nicht schneller als sechs Megabit pro Sekunde waren. Gerade in den ländlichen, nicht so dicht besiedelten Gebieten, besteht wenig Hoffnung, dass die Anbieter am Markt selbst für die nötigen technischen Voraussetzungen, vor allen die Leitungen, sorgen. Zu wenig potenzielle Kunden lassen die Investitionen nicht lukrativ erscheinen.

Damit Wirtschaft und Bevölkerung in den ländlicheren Bereichen aber nicht von der Datenautobahn abgehängt werden, haben EU und Bundesregierung die Förderung in die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) aufgenommen. Das Lüneburger Amt für regionale Landesentwicklung, dem Jutta Schiecke vorsteht, muss über die Vergabe der Mittel im ehemaligen Regierungsbezirk entscheiden.

Auch 16-Megabit-Gebiete förderfähig

Während Gemeinden und Landkreis noch mit der Umsetzung des bereits geförderten Breitbandausbaus befasst sind, arbeitet die Stabsstelle Planung im Kreishaus bereits an neuen Anträgen. Mittlerweile aber ist auch der Ausbau in Gebieten förderfähig, in denen die Daten noch mit einem Tempo von bis zu 16 Megabit dahin zockeln. Für diese Bereiche schafft André Schubert in der Stabsstelle die Grundlagen für die Anträge.

Eine Voraussetzung ist eine Markterkundung, die den Versorgungsgrad klärt und die Verbesserungsmöglichkeiten. Neben den großen Versorgern haben auch regionale und örtliche Telekommunikationsunternehmen an der Erhebung teilgenommen, berichtet Schubert in einer Mitteilungsvorlage für den Kreistag. Für die neuen Anträge hat der Landkreismitarbeiter noch einiges zu berechnen und auszuwerten. Bereits jetzt, so erklärte er, sei aber abzusehen, dass auch größere Gebiete in die Anträge aufgenommen werden. Eine Karte des Kreisgebietes zeigt ihm schon einmal an, wo die Versorgung ganz schlecht (rot) und immer noch im förderfähigen Bereich ist (orange).

„Nicht alle roten Gebiete werden aber in die Anträge kommen“, warnt André Schubert. Die jetzt im Ausbau befindlichen Bereiche würden teilweise auch in angrenzenden Bereichen Verbesserungen bringen. Die würden die Kunden aber erst ab Ende des Jahres spüren, wenn die geförderten Maßnahmen abgeschlossen sind. Die Karte könne solche Veränderungen noch nicht abbilden.

kle

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