Bürgerbüro in den Altbau umgezogen

Neubautrakt über sechs Monate nicht benutzbar

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Dass es ab sofort eng im historischen Rathaus sein würde, zeigt diese Aufnahme vom neuen Bürgerbüro.

Verden - Von Volkmar Koy. Das dramatische Geschehen vom Sonntag hat für zahlreiche Mitarbeiter des Rathauses durchaus nicht unerhebliche Konsequenzen zur Folge. Darauf verwies Bürgermeister Lutz Brockmann am Mittwoch.

Viele der 100 Rathaus-Mitarbeiter müssen zusammenrücken, 30 bis 40 werden am Holzmarkt in angemieteten Räumen eine Bleibe finden, andere werden auf Monate hinaus ihr Büro im neuen Rathaus nicht betreten dürfen.

Neue Pässe sollten derzeit in Kirchlinteln, Langwedel oder Achim beantragt werden

Der Verwaltungschef lobte noch einmal alle für ihre Bereitschaft, sich der Situation auf vielfältige Weise anzupassen. Brockmann dankte ferner den Bürgern, die dafür Verständnis zeigten, dass manche Anliegen nicht sofort umgesetzt werden konnten. Die Mitarbeiter im Bürgerbüro waren nach Herstellung von Heizung, Telefonanlage und Computern mit die ersten, die im historischen Rathaus weiterarbeiten konnten (vom Foyer geht es nach links, was auch ausgeschildert ist). Allerdings eingeschränkt, denn neue Pässe sollten derzeit besser in Kirchlinteln, Langwedel oder Achim beantragt werden.

Wie Brockmann herausstellte, seien von der sonntäglichen Amokfahrt auch das Standesamt, der Fachbereich Stadtentwicklung, die Bauaufsicht, die Kämmerei, der Bereich Straßen und Stadtgrün sowie der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung betroffen. Derzeit werde das Fachwerkhaus von einer Spezialfirma gereinigt. Das Dach im Eingangsbereich werde notdürftig repariert. Das alles in Abstimmung mit der Versicherung, die für den Schaden aufkommt.

Nicht auszuschließen, dass einige Anträge neu gestellt werden müssen

Welcher Bereich wann und wo für die kommenden Monate zu finden ist, erscheint auf der Homepage der Stadt Verden, die ständig aktualisiert werde. Es lohnt sich, regelmäßig dort hineinzuschauen, da sich auch Kontaktdaten einzelner Mitarbeiter geändert haben könnten. Dennoch bittet der Bürgermeister alle Bürger, deren Anliegen nicht beantwortet wurden, sich nach dem 24. April noch einmal zu melden. Es könnte durchaus sein, dass bestimmte Anfragen oder Anträge neu gestellt werden müssen.

Über die Tourist-Information gibt es laut Brockmann einen barrierefreien Zugang in das historische Gebäude. Die Frage, ob er den Vorfall schon verarbeitet habe, beantwortete der Bürgermeister mit einem klaren „Nein“. Das gelte auch für die Mitarbeiter, die ihre Büros lange Zeit nicht betreten dürfen.

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