„Transparenz schaffen“ geht in Rotenburg und Verden weiter

Neua-Bildungsnetzwerk nimmt Arbeit auf

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Annameta Rippich, Antje und Björn Kaars, Egon Lüllmann, Christine Tewes, Sebastian Kuhlmann und Bettina Diercks (v.l.).

Landkreis Verden - Einen Schritt weiter ist der 2015 in Verden gegründete, gemeinnützige Verein „Neua – Förderverein für Nachhaltige Ernährung, Umweltbildung und Agrarwirtschaft“: Er erreichte sein Ziel, als regionaler Bildungsträger für die Landkreise Rotenburg und Verden sowie für das Nachbarbundesland Bremen anerkannt zu werden, und erhielt kürzlich auch den Bewilligungsbescheid über finanzielle Mittel von der Landwirtschaftskammer.

„Ziel des Vereins ist, einen Dialog zwischen jungen Verbrauchern und Akteuren aus der Land- und Ernährungswirtschaft herzustellen – und zwar direkt auf den Betrieben“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Aufgrund der in Aussicht gestellten Gelder können bis 2018 Veranstaltungen im Rahmen des niedersächsischen Bildungsprogramms „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ realisiert werden. Dieses wird aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert. 

Mit dem Projekt soll zwischen Erzeugern und Verbrauchern vermittelt werden, wo und wie Nahrungsmittel produziert und auch wie sie verwertet werden. Die bewilligten Gelder können für Bildungsveranstaltungen von Kindergärten und Schulen auf den Höfen wie beispielsweise „Tag des offenen Hofes“ und „Vom Hof auf den Teller“ eingesetzt werden.

30 Aktionen

Alleine schon im Rahmen des letztgenannten Projektes fanden in diesem Jahr 30 Aktionen statt. Für diese Veranstaltungen können aufgrund des Bewilligungsbescheides die Personalkosten abgerechnet werden. Ein erstes Netzwerktreffen, zu dem alle Kooperationspartner des Vereins NEUA gehören, fand im November im Grünen Zentrum in Verden statt. Dort wurden die Weichen für eine Zusammenarbeit und künftige, gemeinsame Aktionen angesprochen. Am Dienstag fand ein weiteres Netzwerktreffen statt, bei dem konkretere Projekte besprochen wurden.

Für die Zukunft geplant sei das „Grüne Klassenzimmer“ als fester Lernstandort mit gleichbleibender Qualität auf dem Betrieb Lüllmann-Kaars in Egypten-Bassen bei Oyten. Der bereits umgebaute Hühnerstall sei soweit fertig, er muss nur noch zu Ende renoviert und eingerichtet werden, wird in einer Mitteilung erklärt. Derzeit geht NEUA davon aus, dass einer Einweihung im Frühjahr 2017 nichts im Wege steht. „Mit dem Raum sollen dann erst einmal Erfahrungen gesammelt werden, bevor eventuell ein größeres Vorhaben angestrebt wird“, sagt die erste Vorsitzende des Vereins, Annameta Rippich (Achim-Bierden). NEUA ist außerdem Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof (BAG LOB) geworden. Geschäftsführer Sebastian Kuhlmann war deshalb zu einem Treffen der Arbeitsgemeinschaft. Zusätzlich will der Verein versuchen, sich weitere finanzielle Förderungen zu erschließen.

„Ein wichtiges Ziel ist die Netzwerkarbeit. Momentan hat der Verein 20 Netzwerkpartner aus den Bereichen Landwirtschaft, Schule, Vereine und Verbände. Wir wollen, dass das Netzwerk weiter wächst und dass wir möglichst viele neue Akteure dazu gewinnen können“, sagte Kuhlmann. Auch werde an einer vielfältigen Ausrichtung des Vereins gearbeitet, dazu gehört die Idee, Angebote für Lehrer ins Programm aufzunehmen. Sie sollen über moderne Landwirtschaft aufgeklärt werden und dafür Infomaterial ohne eine ideologische Ausrichtung erhalten.

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