Neben dem Rummel macht der Pöttjermarkt die Domweih zu etwas Besonderem

Nützliches und Nippes

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Die Schüsseln seien multifunktional, sagt André Schönberg, weil gleichermaßen zum Füße- wie zum Salatwaschen geeignet.

Verden - Auch das hat Tradition auf der Verdener Domweih: Neben den Fahrgeschäften, den Verzehr- und Getränkeständen lockt alljährlich der Pöttjermarkt mit seinem Angebot an Kurzwaren, Textilien, Keramik, Spielzeug, Schmuck, Gewürzen oder sonstigem Krimskrams zur Schnäppchenjagd.

Auf dem Festplatz werden viele Markthändler von den Verdener Kunden wie alte Bekannte begrüßt. Beispielsweise Sven Gahrau, der dort seit 37 Jahren Kurzwaren und Glückwunschkarten verkauft. Bei den Verdenern, so sagt er, seien vor allem seine individuell angefertigten Hosenträger sehr beliebt.

Der Homberger reist mit seiner Bekannten durch Norddeutschland und besucht etwa 20 Märkte im Jahr. Und das findet er nicht anstrengend, sagt er. „Ich liebe es, unter Menschen zu sein. Ich möchte, dass sie lachen. Das Verkaufen ist für mich erst sekundär wichtig.“ Das Kaufverhalten sei anders geworden, doch die Domweih sei nach wie vor ein sehr guter Markt. „Ich habe hier sehr viele Stammkunden“, sagt Gahrau und dass in Verden das Publikum und die Kombination aus Markt und Rummel, stimmen.

Pötte & Pannen sind die Leidenschaft von André Schönberg, der seit rund 20 Jahren mit seinem großen Verkaufsstand auf dem Pöttjermarkt steht. „Verden ist ein toller Markt“, sagt Schönberg, der auch andere Haushaltswaren und Dekoratives für Haus und Garten verkauft. „Unser Sortiment an Emaille, die beschrifteten Holzbrettchen sowie die Naturbürsten, Teppichklopfer oder Keksausstecher sind bei den Kunden sehr beliebt“, sagt Schönberg. Und lächelnd fügt er hinzu: „Die Emailleschüsseln sind sogar multifunktional, weil sie gleichermaßen zum Waschen von Füßen und Salat geeignet sind.“

Auch die klassischen Teekessel lassen sich nach Aussage des Händlers immer noch sehr gut verkaufen. Gerade hat sich die Verdenerin Edeltraut Stuber damit eingedeckt. „Ich finde vor allem das blau-weiße Muster so hübsch. Meine ganze Küchendeko ist auf diese Farben ausgerichtet“, erzählt Stuber, die regelmäßig über den Pöttjermarkt schlendert und Stammkundin bei Schönberg ist. „Das Angebot hat seinen Reiz. Manches ist in den normalen Geschäften gar nicht mehr zu finden“, sagt sie.

Einen Marktstand mit Nützlichem und Kuriosem, mit Porzellan, mit Nippes und mit Deko hat auch Christiane Gödde auf der Pöttjermeile aufgebaut. „Unseren Betrieb gibt es seit 1860“, erzählt Gödde, die ihn von ihrem Vater, Burkhard Back, übernommen hat. Selbst, so sagt sie, sei sie inzwischen auch schon seit fast 20 Jahren dabei. Nach Verden komme sie besonders gerne, zumal sie hier etliche Stammkunden habe. „Auf der Domweih ist das Publikum sehr bunt gemischt. Es gibt einfach alles.“

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