Naturschutzbehörde bittet Autofahrer um erhöhte Vorsicht an Amphibienzäunen

Kröten und Frösche machen sich auf den Weg

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Ab jetzt werden wieder Amphibienzäune aufgestellt.

Landkreis - Wenn es im März und April langsam wieder wärmer wird, setzen in den feuchten und milden Abend- und Nachtstunden die Amphibienwanderungen ein. Zum Schutz der Tiere werden jetzt an zahlreichen Straßenabschnitten Amphibienzäune und Warnschilder aufgestellt. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises bittet Autofahrer in den nächsten Wochen in diesen Bereichen um erhöhte Vorsicht.

Erdkröten, Grasfrösche und Teichmolche, an einigen Stellen auch stark bedrohte Arten wie Kammmolch, Kreuz- und Knoblauchkröten, begeben sich alljährlich auf Wanderschaft aus ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern. Sie legen dabei teils mehrere Kilometer zurück. Mitarbeiter des Landkreises stellen in diesen Tagen an viel befahrenen Straßen, die die Lurche überqueren müssen, Amphibienzäune und Warnschilder auf. So soll verhindert werden, dass Hunderte von Kröten und Fröschen beim Überqueren von Kraftfahrzeugen überfahren werden.

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sammeln die Tiere regelmäßig vor dem Fangzaun ein und setzen sie über die Straße. Die gesammelten Tiere werden an jedem Zaun gezählt. Jährlich werden über 10000 Tiere auf diese Weise über die Straße gesetzt. „Ohne die Zäune würden in nur wenigen Jahren ganze Populationen von Fröschen, Kröten und Molchen auf ihrem Weg zum Laichen tot gefahren werden“, erklärt Antje Mahnke-Ritoff von der Naturschutzbehörde.

Amphibien, so die Biologin weiter, seien heutzutage in ihrer Gesamtheit eine stark bedrohte Tiergruppe, da vielerorts ihre Lebensräume, feuchte und extensiv genutzte Wälder, Wiesen und Weiden mit Hecken und naturnahen Tümpeln und Teichen ohne Fischbesatz fehlen würden.

Autofahrer bittet Mahnke-Ritoff in den kommenden Wochen um besondere Rücksichtnahme. „Wer das Schild ‚Krötenwanderung' erblickt, sollte den Fuß vom Gaspedal nehmen. Zum Schutz der wandernden Amphibien, aber auch zum Schutz der am Straßenrand tätigen freiwilligen Helferinnen und Helfer“, so Mahnke-Ritoff.

Wo es nicht möglich ist, einen Zaun aufzustellen, wie beispielsweise am Schnuckenstaller Weg in Verden, werden die Wege während der Abend- und Nachtstunden gesperrt. Autofahrer werden dringend gebeten, diese nur für wenige Wochen bestehenden Sperrungen zu respektieren und andere Ausweichstrecken zu nutzen. Die zumeist landwirtschaftlichen Wege sind für den eigentlichen Kraftfahrzeugverkehr ohnehin nicht freigegeben.

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