Nadel-Köder ausgelegt

Hund frisst von präparierter Wurst und muss operiert werden

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Das Tier fand den mit Nadeln gespickten Wurstköder. Zur Erleichterung ihrer Besitzer ließ Leika aber davon ab. Ein anderer Hund hatte weniger Glück.

Verden - Ein Wurststück, gespickt mit einer Nadel, wurde am Sonnabend in Verden, an dem Fuß- und Radweg zwischen Nadelberg und Borsteler Trift, gefunden. Hündin Leika hat es aufgespürt und zum Glück rechtzeitig davon abgelassen, aber mindestens ein Hund hat solch fiese Köder gefressen.

Will dort jemand gezielt Hunde töten? Die Polizei ist informiert, Hundehalter haben nun Angst vor einem Hundehasser. Harald Tienken war am Sonnabend gegen 17 Uhr mit Familienhund Leika auf dem Weg unterwegs. Die einjährige Appenzeller-Sennenhündin schleckte an etwas, ließ aber auf Kommando davon ab. Ihr Herrchen ging zunächst weiter, hatte aber ein komisches Gefühl und kehrte um. 

Was er dann entdeckte, schockierte ihn. Es sah aus wie ein unzubereitetes Stück Bratwurst. „Etwa daumendick“, so der Verdener. Dem ersten Anschein nach war es gespickt mit einer abgekniffenen Sicherheitsnadel. Genau hat er dies aber nicht untersucht, sondern eingepackt und mit nach Hause genommen.

Fundstück zur Polizei gebracht

Seine Frau brachte das Fundstück umgehend zur Polizei, und mittlerweile ist bekannt, dass es weitere solcher Köder gegeben hat. Es soll sich um abgekniffene Sicherheitsnadeln handeln. Mindestens ein Hund hat davon gefressen und musste operiert werden, wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte. Dort wird eine entsprechende Strafanzeige bearbeitet. Zumindest die OP soll das Tier gut überstanden haben.

Robin Tienken mit Hündin Leika an dem Verbindungsweg zwischen Nadelberg und Borsteler Trift.

„Man ist nicht mehr entspannt, wenn man mit seinem Hund geht“, sagte Andrea Tienken gestern Nachmittag bei einem Treffen am Fundort des Köders. Insbesondere im Dunkeln sei man verunsichert. So wie für viele Hundebesitzer gibt es auch für sie nichts, was so eine Tat rechtfertigt. Leikas Glück war es vielleicht, dass dieses Stück mit den Nadelspitzen im Boden steckte, recht dicht an dem asphaltierten Weg.

Passanten – ob mit und ohne Hund – zeigten sich erschrocken. Die Nachricht von dem Hundehasser machte flugs die Runde. Bislang gibt es nur gesicherte Kenntnisse über den Fund an dem erwähnten Verbindungsweg. Hundebesitzer sollten aber vorsichtig sein und beim Fund weiterer Köder umgehend die Polizei informieren.

wb

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