Nachwuchs für die Manege

200 Grundschüler erleben Projektwoche im Circus Eldorado

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Nadine Achilles arbeitet mit den Grundschülern an einer Hundedressur für die Vorstellungen am Freitag.

Verden - Jonglieren mit Bällen statt Rechnen mit Zahlen und Dressur mit Tieren statt Deutsch oder Sachkunde: Mehr als 200 Grundschüler der Verdener Jahnschule und die Grundstufenschüler der Likedeeler-Schule der Lebenshilfe, haben in dieser Woche keinen regulären Unterricht, weil auf ihrem Stundenplan eine Projektwoche mit dem Circus Eldorado steht.

Dass Schüler Zirkus machen, haben sonst weder Lehrer noch die Eltern gern. Aber bei dem Schulprojekt sind die lebendigen kleinen Akrobaten willkommen. Der Zirkuswoche haben die Erst- bis Viertklässler bereits seit Wochen entgegengefiebert und so brannten sie förmlich darauf, endlich ihren Platz in der Manege einzunehmen. 

Zirkuszelt, Wagen und alles, was man sonst so braucht, hatte die Zirkusfamilie Thiel bereits vor Tagen auf den Warwickplatz geschafft. Die Zeltstadt mit Ställen und die nostalgischen Wagen waren aufgebaut und an Ort und Stelle. Als die Kinder eingetroffen waren, folgte eine Vorstellungsrunde und dann konnte es gleich losgehen mit dem Zirkustraining.

In mehreren Kleingruppen gearbeitet

In mehreren Kleingruppen arbeiteten die Nachwuchsakrobaten und -tierbändiger konzentriert am Programm, damit bei den zwei öffentlichen Vorstellungen am Freitag, 1. September, um 14 und um 17 Uhr, auch alles klappt. Viele lustige Clowns, mutige Kunstreiter, Cheerleader, Bodenturner oder Trapezartisten werden dann das Publikum zum Staunen bringen. „Kinder, die sonst eher Hemmungen haben, präsentieren sich in der Manege in der Regel voller Stolz. Mit diesem Projekt nehmen sie für ihr Leben etwas mit“, weiß auch Nadine Achilles, die mit den Kindern für eine Hundedressur übt.

Insgesamt bleibt für das Training nur wenig Zeit, gerade mal drei Schultage. Dabei werden die kleinen Künstler ein zweistündiges Zirkusprogramm bestreiten. „Einige Schüler wachsen hier geradezu über sich hinaus“, hat auch Lehrerin Sandra Berg beobachtet, die die Projektwoche vorbereitet hat und sie federführend organisiert. Zudem sei das im Schulkonzept festgeschriebene Projekt eine schöne, altersübergreifende, Gruppenerfahrung.

Artisten mit viel Fingerspitzengefühl

Lob verdiene die Leistung der Zirkusfamilie, die sich mit viel Fingerspitzengefühl auf die Kinder einlässt. Und nicht zuletzt punkte das Projekt durch soziale Aspekte: Selbst Schüchterne trauen sich ins Clownskostüm, andere können ihr Talent vielleicht mit den starrköpfigen Ziegen beweisen, die Konzentration und der Teamgeist würden gefördert. Das Konzept der Projektwoche gehe weit über das Erlernen von Kunststücken und Zirkusnummern hinaus.

Grundschüler treffen auf Circus Eldorado

Nicht nur Familienangehörige können die Kinder bei den „Galavorstellungen“ von dieser Seite erleben. Die Beteiligten hoffen jedenfalls auf volle Ränge. Die Zirkuskasse ist 30 Minuten vor Beginn der Vorstellungen geöffnet; der Eintritt für das Publikum beträgt fünf Euro, VIP-Plätze kosten sieben Euro.

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