Einsatz eines Sonarbootes

Suche nach 23-Jährigen auch am Dienstag fortgesetzt

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Mit dem Sonarboot suchten die Beamten eine rund 9 Kilometer lange Strecke ab.

Verden - Von Wiebke Bruns. Die Suche nach einem 23 Jahre alten Flüchtling, der am Sonnabend bei dem Versuch einen Ball aus der Aller zu holen, vermutlich ertrunken ist, wurde am Dienstag mit einem Sonarboot fortgesetzt. Dabei wurden Aller und Weser von der Nordbrücke bis zum Intscheder Wehr abgesucht. Gefunden wurde zunächst nichts, aber die Daten werden noch ausgewertet.

In Höltenwerder auf der Anlage des Verdener Motorbootvereins wurde das Polizeiboot (Geräteträger) zu Wasser gelassen. Von dort fuhr es zunächst den Fluss hinauf bis nach Verden und wieder runter bis zum Wehr bei Intschede. „Das Boot sendet Wellen aus und bekommt Echos zurück. Alles was es findet wird per GPS geortet“, erklärte Henning Langrehr von der Wasserschutzpolizei Station Nienburg.

„Autos kann man gut erkennen“, berichtete der Polizeioberkommissar. Immer mal wieder würden bei solchen Suchaktionen auch Tresore „auftauchen“. Wenn dergleichen entdeckt werden sollte, würden die Daten zwecks Bergung an das Wasser- und Schifffahrtsamt weitergeleitet. Mit dem Polizeioberkommissar Oliver Peter von der Wasserschutzpolizei Station Hannover habe man nicht nur einen speziell ausgebildeten, sondern auch erfahrenen Kollegen für diese Art der Suche, betonte Langrehr. Selbst wartete er gestern mit einem Kollegen in Höltenwerder.

Uferbereiche am Montag abgesucht

Die Gesamtlänge der am Dienstag abgesuchten Strecke schätzte er auf acht bis neun Kilometer. Am Montag seien bereits die Uferbereiche der Aller abgesucht worden und die Weser inclusive Wehrarm. Außerdem der Schleusenkanal. Es sei zwar unwahrscheinlich, dass ein Leichnam von Verden soweit treibt, dieser könne jedoch durch ein Binnenschiff in den Kanal gesogen werden. Bei den derzeitigen Temperaturen könnten durchaus 14 Tage vergehen, bis ein Körper wieder auftreibt.

Die Aller gilt allgemein als gefährlicher Fluss. „Die Weser ist es genauso“, sagt der Polizeioberkommissar aus Nienburg und erklärt dies mit der starken Strömung. „Diese wird unterschätzt, weil die Flüsse so ruhig aussehen.“ Aktuell schätzt er die Strömung auf drei bis vier Meter pro Sekunde. Schwimmer, die das gegenüberliegende Ufer zum Ziel haben und denen die starke Strömung vorher nicht bewusst war, werden verleitet gegen die starke Strömung anschwimmen zu wollen und geraten dann vielfach in Panik, erklärt er.

Sonarboot war bereits am Montag im Einsatz

Am Montag war mit dem Sonarboot auch nach der immer noch nicht wieder aufgetauchten Frau in der Weser gesucht worden. Ein Landwirt hatte Anfang April Hilferufe gehört und eine Frau im Wasser gesehen. Sofort wurde eine Suchaktion mit rund 100 Kräften gestartet. Nach Polizeiangaben gibt es momentan einen Vermisstenfall, ob es sich dabei um die Frau im Wasser handelt, ist derzeit noch unklar.

In beiden Fällen verlief die Suche mit dem Sonarboot zunächst ergebnislos. Doch die Daten werden noch gründlich ausgewertet und dann über weitere Maßnahmen entschieden.

Suche nach einem Vermissten in der Aller

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