Nach dem Militär kam die Liebe

Irina und Waldemar Peisker feiern goldene Hochzeit

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Irina und Waldemar Peisker freuen sich sehr über die Glückwünsche von Bürgermeister Lutz Brockmann. Links die Schwester des Goldbräutigames Elsa Dudken.

Verden - Von Antje Haubrock-kriedel. Die 50. Wiederkehr ihres Hochzeitstages feierten gestern Irina und Waldemar Peisker. Ihr gemeinsamer Lebensweg führte sie vor 28 Jahren aus Kasachstan nach Deutschland.

Das Goldpaar kennt sich schon von Kindheit an. Beiden wuchsen in dem Dorf Tschernigowka in der Nähe der Stadt Karaganda in Kasachstan auf. Waldemar Peisker war mit den älteren Geschwistern von Irina befreundet. „Als er schon ein Jugendlicher war, war ich noch ein Kind. Als er aber den Militärdienst beendet hatte, war ich herangewachsen“, erzählt Irina Peisker, die sieben Jahre jünger ist als ihr 84-jähriger Ehemann. So ließ dann die Liebe nicht mehr lange auf sich warten. Ein Jahr, nachdem sie zueinander gefunden hatten, wurde geheiratet. Am 11. Juni 1969 fand die standesamtliche Trauung im kleinen Kreis statt. „Eine kirchliche Trauung gab es damals nicht. Die Gäste bekamen ein Stück Schinken und Brot und das war es dann“, erinnert sich die Goldbraut.

Schnell wuchs die Familie, nach zwei Töchtern kamen noch Zwillingssöhne zur Welt. Waldemar Peisker verdiente sein Geld als Kraftfahrer. Als die Kinder größer wurden, arbeitete Irina Peisker als Kassiererin. Ihr Bruder, der schon länger in Deutschland lebte, schickte schließlich den Antrag für die Ausreise. Im August 1991 kam die Familie zunächst in Kiel an und fand einen Monat später in Verden eine neue Heimat. Irina Peisker arbeitete hier noch zehn Jahre bei der Caritas, ihr Ehemann war vier Jahre bei Löbl beschäftigt. Sehnsucht nach Kasachstan habe sie nie gehabt, dennoch sei es ihr zunächst schwergefallen, sich in Deutschland einzuleben, erzählt die 77-Jährige.

Das ist jetzt natürlich längst Vergangenheit. Die Familie ist noch ordentlich gewachsen und das Goldpaar freut sich über zehn Enkelkinder und fünf Urenkel. „Alle wohnen in Verden oder der näheren Umgebung und besuchen uns oft“, so die stolze Groß- und Urgroßmutter. Wenn der Uropa zur Gitarre greift, freut das die Kleinen ganz besonders. Früher sei er immer gern draußen gewesen und auch oft zu Fuß nach Dauelsen gelaufen, um seine Tochter zu besuchen, erzählt Waldemar Peisker. Seit seinem Herzinfarkt 2018 kurz vor Weihnachten geht das nun nicht mehr. Daher wird die goldene Hochzeit auch erst nicht groß gefeiert. „Das kann man schließlich alles nachholen“, weiß Irina Peisker, die froh ist, dass es ihrem Mann wieder besser geht.

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