Nach GaW-Konzert: 1516,43 Euro Erlös als Spende für Ärzte ohne Grenzen

„Eine großartige Aktion“

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Mehr als 1500 Euro kamen bei dem Konzert zugunsten von Ärzte ohne Grenzen zusammen. Darüber freuten sich (v.l.) Petra Sehrt, Anna-Marie Behnken, Gert Alsleben, Lena Krieger, Andreas Brune, Annette Bildhauer und Uta Rabe.

Verden - Spendabel waren sie, die Besucher des jüngsten Konzertes, das Chöre und Orchester des Gynasiums am Wall gaben. 1516,43 Euro kamen kurz vor Weihnachten im Dom zusammen. Das Geld gaben Vertreter der Fachgruppe Musik gestern an Lena Krieger weiter, die die Spende stellvertretend für Ärzte ohne Grenzen entgegen nahm.

„Eine großartige Aktion, vielen Dank“, wandte sich die Medizinerin an die Musiklehrenden Annette Bildhauer, Uta Rabe, Gert Alsleben und Andreas Brune sowie Schülervertreterin Anna-Marie Behnken. Ärzte ohne Grenzen arbeite politisch und religiös unabhängig, erklärte Lena Krieger. Das bedeutet: Es gibt keine staatlichen Zuschüsse. Die weltweit tätige Organisation finanziert ihre Einsätze einzig über Spenden.

Petra Sehrt freute sich sehr über das Engagement der Fachgruppe Musik. Besonders stolz zeigte sich die Schulleiterin darüber, dass die diversen Ensembles der Schule schon mehrfach Geld für gute Zwecke erspielten.

Lena Krieger, Anästhesistin am Klinikum Oldenburg, war bereits zweimal für Ärzte ohne Grenzen im Einsatz. Beide Male waren es Überstunden, die sie auf diese Weise „abfeierte“.

Anfang 2015 war sie für mehrere Wochen in Afghanistan, um sich dort im Rahmen eines Geburtshilfeprojektes zu engagieren. „Man wird mit Herausforderungen konfrontiert, die man aus unserem Kulturkreis nicht kennt“, sagte die Ärztin. In dem südasiatischen Land sei eine Frau nur als Mutter eines Sohnes etwas wert. Daher blühe der Schwarzmarkt mit schwangerschaftsfördernden Hormonpräparaten und es komme häufig zu Mehrlingsgeburten.

Im Jahr zuvor, von Januar bis März, arbeitete Lena Krieger unentgeltlich in Jordanien. Dorthin, so beschlossen die GaW-Vertreter, soll auch ihre Spende gehen. In Jordanien leben mehr als 600000 Syrer. Da das Königreich ihnen den Zugang zu einer kostenlosen Gesundheitsversorgung verwehrt, kümmern sich Ärzte ohne Grenzen um die Kriegsflüchtlinge aus dem Nachbarland.

Sie sei als Anästhesistin in einem Krankenhaus unweit von Zaatari tätig gewesen, berichtete Lena Krieger gestern. „Einen unglaublichen Moloch“ nannte sie das weltweit größte Flüchtlingslager, das nur sechs Kilometer von der syrischen Grenze entfernt liegt. „Wenn die ganze Nacht Bomben gefallen sind, wussten wir, es geht wieder los“, beschrieb sie den Rhythmus ihrer Arbeit. Die wiederum bestand vor allem aus dem Versorgen von Wunden, die häufig stark verschmutzt sind und nur langsam heilen.

Auch für die Hilfsorganisation gelten die hohen medizinischen Standards Jordaniens. Insofern sei die Ausstattung recht gut, sagte Lena Krieger. Dennoch: „Es ist eine ganz andere Medizin.“ Da habe sie wieder sehr geerdet.

kp

www.aezte-ohne-grenzen.de

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