Dunedin Consort aus Schottland führt Große Messe in c-Moll im Dom auf

Musikfest kehrt mit Mozart nach Verden zurück

Ein Musikensemble spielt in einer üppig verzierten Kirche vor Publikum..
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Das Dunedin Consort kommt mit einer Mozart-Messe in den Verdener Dom.

Verden/Bremen – Das vergangene Jahr war wie für das Bremer Musikfest gemacht. Das Beethoven-Jubiläum hätte das Festival, das alljährlich auch in Verden zu Gast ist, unter ein großes Thema mit einer Fülle von attraktiven Veranstaltungen gestellt. Auch für einen besonderen Abend im Verdener Dom hatte Intendant Thomas Albert Vorstellungen und mit einem Kreis von Geldgebern auch die Chance, die Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Wie so vieles wurden auch Beethoven und das Musikfest Opfer der Corona-Pandemie und lange Zeit war nicht sicher, ob das Festival in diesem Jahr stattfinden kann. Jetzt geht es aber doch, und auch in Verden kann Albert mit einem Knüller aufwarten. Beethoven wird es nicht, aber ein anderer der ganz großen Komponisten der Klassik: Wolfgang Amadeus Mozart. Das schottische Vokal- und Instrumentalensemble Dunedin Consort bringt am 1. September unter der Leitung von John Butt die Große Messe in c-Moll KV 427 zur Aufführung. Gesangssolisten sind Mhairi Lawson, Rachel Redmond (Sopran), Benjamin Hulett (Tenor) und Robert Davies (Bass). Für Thomas Albert sind die Schotten eines der spannendsten Ensembles für diese Musik: „Das schottische Dunedin Consort und sein Leiter John Butt gehören zu den ideenreichsten und experimentierfreudigsten Ensembles der historischen Aufführungspraxis in Europa.“

Musikfest seit 20 Jahren zu Gast in Verden

Sicher werden sich auch einige noch an ihre Aufführung von Mozarts Requiem erinnern, als das Ensemble vor sechs Jahren mit dem Musikfest-Programm im Dom war. Bereits seit 20 Jahren ist das Musikfest zu Gast in Verden. „2001 war die Premiere in der Stadthalle und seitdem kehrt das Festival Jahr für Jahr mit einem großen Konzert in den Dom zurück“, berichtet der Pressesprecher Carsten Preisler.

Eine der herausragenden Messvertonungen

Die 1782 entstandene Messe mit ihren großen polyphonen Chören und ausgedehnten virtuosen Solo-Arien habe seinerzeit den Rahmen von Mozarts bisherigen sakralen Kompositionen gesprengt und gelte heute als eine der herausragenden Messvertonungen der europäischen Musikgeschichte, berichtet Preisler im Pressetext.

Meisterwerk unter neuen Blickwinkeln

Das Werk sei, wie das Requiem, unvollendet geblieben. 2018 habe der niederländische Musiktheoretiker und Arrangeur Clemens Kemme eine von der Fachwelt hochgelobte Vervollständigung erstellt, die sich in ihrer Rekonstruktion auf das Material konzentriert, das von Mozart autographisch überliefert ist und willkürliche Hinzufügungen vermeidet. Das Dunedin Consort und sein Leiter John Butt spiele diese Version und präsentiere damit eines von Mozarts sakralen Meisterwerken unter neuen Blickwinkeln.

Verdener Freunde des Musikfests

Nachdem sich vor ein paar Jahren die EWE als Hauptsponsor des Musikfests Bremen zurückgezogen hatte, standen auch die Verdener Gastspiele auf der Kippe. Nur mit den Eintrittsgeldern, so Thomas Albert, lasse sich ein solches Highlight nicht verwirklichen. Umso mehr freute sich der Intendant im vergangenen Jahr, in Verden eine Runde von Geldgebern gefunden zu haben, die sich für das Beethovenkonzert engagieren wollten. Dass nichts daraus wurde, hielt sie nicht davon ab, es in diesem Jahr erneut zu versuchen. So wird die Mozartmesse von einem Kreis gefördert, den Albert als „Verdener Freunde des Musikfests Bremen“ bezeichnet.

Tickets können, gestaffelt zu Preisen von 50, 40, 30, 20 und 12 (Ermäßigung 20 Prozent) bereits gekauft werden, teilt Carsten Preisler mit. Wie in den Vorjahren gebe es ein Teilkontigent bei Nordwest-Ticket, also in den Geschäftsstellen der Kreiszeitung. „Der größere Teil der Karten ist im Webshop unter www.musikfest-bremen.de und über den Ticket-Service in der Glocke (nur telefonisch, kein Vorort-Verkauf) erhältlich“, teilt Preisler mit.

Von Ronald Klee

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