Geisterbahn „Scary House“ ist zum ersten Mal auf der Domweih

Die Mütter haben am meisten Angst vor Spukfiguren

Harry Hansla, Chef vom „Scary House“. Der Schausteller ist seit 28 Jahren im Familiengeschäft tätig. Damals übernahm er eine Geisterbahn von seinem Vater. - Foto: Will

Verden - Nichts ist auf einem Volksfest paradoxer als die Geisterbahn. Eigentlich möchte man reingehen, aber eigentlich auch nicht. Das „Scary House“ von der Familie Hansla ist in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Domweih zu Gast.

Die Geisterbahn wurde im Frühjahr frisch ausgeliefert und feierte auf der Bremer Osterwiese im vergangenen März Deutschland-Premiere. Auf der Domweih steht nun die Verden-Premiere an. Vorher war die Geisterbahn anderthalb Jahre auf tschechischen Jahrmärkten unterwegs.

Familie Hansla kommt aus Oldenburg und betreibt das Geschäft mit Gespenstern schon seit 1966. Eine weitere Geisterbahn, das „Spukschloss“, übernahm Chef Harry Hansla vor 28 Jahren von seinem Vater.

Nun ist das „Scary House“ Aushängeschild des Unternehmens. Die Geisterbahn besteht aus verschiedenen Räumen, die mit Türen oder Vorhängen voneinander abgetrennt sind. Mit Schienenwagen geht es durch das dunkle Haus, in dem an jeder Ecke eine andere Kreatur lauert oder aus ihrem Sarg heraussteigt. Auch „echte“ Erschrecker warten in den Ecken auf ihre Gäste, um diesen einen Schrecken einzujagen. Trotzdem braucht man für die Fahrt durch das „Scary House“ keine Nerven aus Drahtseilen.

„Im Grunde ist es eine Geisterbahn, die Spaß macht. So richtig Angst hat darin eigentlich niemand“, sagt Co-Chefin Melanie Hansla. Kinder ab drei Jahren dürfen in Begleitung mitfahren. „Den ganz Kleinen machen die gespenstischen Figuren am wenigstens aus, weil sie in ihrem jungen Leben meistens noch nichts Böses erfahren haben und Angst gar nicht einordnen können“, so Hansla weiter.

Kinder ab sechs Jahren dürfen alleine mitfahren, „aber die trauen sich alleine gar nicht“. „Meistens sind es die Mütter, die am meisten Angst haben oder sich doll erschrecken“, lacht die Schaustellerin. Dass jemand richtig Panik bekommen hat, ist glücklicherweise noch nie passiert. „Aber dann müssten wir ja auch die Bahn anhalten und derjenige müsste zu Fuß rauskommen, was ja alles nur noch schlimmer macht“, schmunzelt die Co-Chefin.

Harry und Melanie Hansla bestreiben das Fahrgeschäft als Familienbetrieb. Auch ihr Sohn hilft mit. Zudem sind zwei feste Mitarbeiter und mehrere saisonale Erschrecker bei den Hanslas angestellt. Der Teufel vom „Scary House“ hat übrigens schon das Geisterbahn-Dach bezogen und wirft möglichen Fahrgästen einen warnenden Blick zu. mas

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