Verbot zwingt zur Anpassung der Abfuhrtouren

Mülllaster dürfen nicht mehr rückwärts fahren

Landkreis - Die Müllabfuhr muss ihre Fahrrouten überdenken. Hier und da könnten auch Bürger betroffen sein, die ihre Abfallbehälter nicht mehr auf den gewohnten Platz für die Leerung bereitstellen können. Grund ist ein Rückwärtsfahrverbot für die Laster. „300 Straßen im Kreisgebiet sind betroffen“, berichtete Fachdienstleiterin Silke Brünn dem Fachausschuss des Kreistags. Die müssten jetzt alle nach Lösungsmöglichkeiten untersucht werden.

Schwere Unfälle, drei davon tödlich, hatten die Umstellung im Regelwerk der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung nötig gemacht. „Das Verbot gilt ab sofort“, machte Landrat Peter Bohlmann im Fachausschuss deutlich. Ausnahmen lasse der Auftragnehmer Neelsen GmbH nur noch wegen der zeitnah angestrebten Lösungen zu, die die Städte und Gemeinden mit Unterstützung des Landkreises Verden jetzt eilig umsetzen müssten. Die Abstimmung mit den Bürgermeistern sei bereits in Angriff genommen worden.

Ein Zurücksetzen des Müllfahrzeugs geht künftig nur auf einer Strecke von 150 Metern. Dabei muss eine zweite Person den Menschen am Steuer einweisen. Ein Sicherheitsabstand von 50 Zentimetern auf jeder Seite ist vorgegeben. In Wendehammern von einem Durchmesser von 22 Metern darf am Abholtag dann nicht geparkt werden. Hier und da müsse womöglich an den Einbau von umlegbaren Pfosten und stärkeren Baum- und Strauchschnitt gedacht werden.

Schwierig wird es für die Planer und die Abfallkunden, wenn die Bedingungen keine Lösung ermöglichen. Dann bleibe nur die Möglichkeit, die Müllgefäße auf der nächsten befahrbaren Straße aufzustellen. Gerichtsurteile hätten dafür eine weiteste Entfernung von 150 Metern als zumutbar erklärt.

„Wir müssen jetzt jede Straße untersuchen“, sieht Silke Brünn einen Berg Arbeit auf sich, ihre Mitarbeiter und die Kollegen in den Gemeinden zukommen. Und das schnell, damit die Bürger ihre Abfallbehälter weiter nah am Haus aufstellen können.

Landrat Bohlmann wiederholte seinen Appell an die Gemeinde- und Stadträte, bei der Aufstellung von Bebauungsplänen auch die Wege für die Müllabfuhr nicht zu vernachlässigen. 

kle

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