Erste „Kiwi“-Ausstellung setzt sich mit „Greenery“ auseinander

Monochromie ohne Monotonie

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19 Kreative von „Kiwi“, dem Netzwerk der Kreativ- und Innovationswirtschaft – hier ein Teil der Künstler – stellen bis zum 9. Juni unter dem Titel „Greenery – Viele Köpfe, eine Farbe“ in der Kreissparkasse in Verden aus.

Verden - Was einem nicht alles einfallen kann zu einer Farbe. Lebensbejahend sei es, ein Sinnbild für Leidenschaft und Vitalität, Symbol für „unsere neu aufkeimende Hoffnung, unsere Sehnsucht nach Leben in einem schwierigen sozialen und politischen Umfeld“. So jedenfalls begründet Pantone, ein Anbieter von Farbsystemen, warum er „Greenery 15-0343“, ein frisches Gelbgrün, zur Farbe des Jahres 2017 kürte.

Und was Künstlern nicht alles einfällt, wenn sie sich mit „Greenery 15-0343“ auseinandersetzen sollen.

„Kiwi“, das Netzwerk der Kreativ- und Innovationswirtschaft, griff die Thematik auf. 19 Kulturschaffende ließen sich von der Farbe inspirieren und setzten sie auf sehr unterschiedliche Weise in Szene. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzungen zeigt der Verein in der Schalterhalle der Kreissparkasse in Verden. Bis zum 9. Juni grünt es so grün unter dem Titel „Greenery – Viele Köpfe, eine Farbe“.

Christina Hartmann mit der „DNA“ aus grünen Nelken.

Vergängliche „DNA“ schuf Christina Hartmann mit einer überdimensionalen Doppelhelix aus grünen Nelken. „Limonen T“r“ee“ taufte Anne Schmidt ihre Skulptur, die durch 3D-Papier-Quilling entstand, in geheimnisvoll anmutender Kombination mit der „Magische Tasse“-Technik. Ulla Heyne hat einen knallgrünen Koffer auf der grünen Insel Irland abgelichtet. Mal mit Schaf, mal mit Musikern, immer mit einem Augenzwinkern.

Fotografien hängen neben Drucken, Poster neben Postkarten, Seidenmalerei hat ihren Platz neben Aquarell und Mischtechnik. Statt der zu erwartenden Einfarbigkeit kommt die Ausstellung so erstaunlich bunt daher.

Der „Limonen T“r“ee“ von Anne Schmidt.

Dass gerade die „Kiwis“ sich „Greenery 15-0343“ annahmen, liegt weniger daran, dass der Vereinsname ans Obst mit dem knallig grünen Fruchtfleisch denken lässt. „Kiwi“ ist ein junger Verein mit frischen Ideen. Angetrieben von der Hoffnung, sich als Plattform für Kunst- und Kulturschaffende zu etablieren. Nicht nur, um diese miteinander zu vernetzen. Sondern auch, um nach außen zu zeigen, wer man ist und was man kann.

Wichtigstes Projekt ist dabei die Schaffung eines Kreativzentrums. Ein passendes Objekt hat der Verein schon ausgeguckt: das ehemalige Gaswerk an der Nordbrücke, jetzt im Eigentum der Stadt Verden.

Der Rat habe sich ja schon zu dem Projekt bekannt, sagte „Kiwi“-Vorstandsmitglied Christina Hartmann am Rande der Ausstellungseröffnung. Auch eine Machbarkeitsstudie liege vor. Sie sei daher davon ausgegangen, dass das Gebäude ab Mitte 2016 zur Verfügung stehe. Zumal Mitgliedsunternehmen bereits Interesse bekundet hätten, sich dort einzumieten. Inzwischen glaubt Hartmann auch nicht mehr an einen Start bis zum Jahresende. „Die Stadt ist jetzt am Zug“. Sie müsse entscheiden: Gebäude behalten oder verkaufen.

kp

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